Unfallhäufungspunkt soll entschärft werden

Kreis Olpe – Ab diesem Dienstag wird erstmalig im Kreis Olpe die neue Lasermesstechnik bei stationären Geschwindigkeitsmessungen eingesetzt. Als Standort der ersten Blitzsäule hat die Unfallkommission den Unfallhäufungspunkt an der B 517 in Kirchhundem-Eichacker vorgeschlagen.

Die Unfallstatistik der Polizei weist an dieser Stelle für die vergangenen drei Jahre insgesamt 14 Unfälle aus. Festgestellte Unfallursache war in allen Fällen eine nicht angepasste Geschwindigkeit. Nachdem durch Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h, Überholverbot, Warntafel „Unfallkurve“, Richtungstafeln, doppelte Fahrstreifenbegrenzung und Fahrbahnsanierung sowie mobile Geschwindigkeitsmessungen keine Senkung der Unfallzahlen erreicht werden konnte, soll nun eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage Abhilfe schaffen. „Die Unfallkommission ist zu der Überzeugung gelangt, dass dieser Unfallschwerpunkt auf Dauer nur durch eine stationäre Messanlage entschärft werden kann“, erklärt Heinz Kirchhoff, der Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr des Kreises Olpe in seiner Funktion als Vorsitzender der Unfallkommission. Diesem Gremium gehören an der Kreis Olpe, die Städte und Gemeinden, die Polizei, der Landesbetrieb Straßen NRW und die Bezirksregierung.

Dabei wird erstmals das neue Laserscannersystem eingesetzt, welches ohne die in die Straßenoberfläche eingebauten Sensoren auskommt und für beide Fahrtrichtungen uneingeschränkt auch in Kurven, an unübersichtlichen Stellen und in Tunneln eingesetzt werden kann. Die schwarze Säule mit Digitalkamera am Straßenrand ersetzt die alten „Starenkästen“, die nicht mehr dem Stand der heutigen Technik entsprechen.

Die neue stationäre Geschwindigkeitsmessanlage an der B 517 in Kirchhundem-Eichacker (Foto: Kreis Olpe).

Die neue stationäre Geschwindigkeitsmessanlage an der B 517 in Kirchhundem-Eichacker (Foto: Kreis Olpe).

Die Investitionskosten für die neue Technik liegen zwar mit 27.000 Euro für eine Säule und 53.000 Euro für eine neue Digitalkamera höher als beim „Starenkasten“, doch ist das neue Verfahren wegen geringerer Wartungs- und Eichungskosten langfristig wirtschaftlicher. „Aus diesem Grund wird die alte Technik im Laufe der Zeit auch durch die neue ersetzt werden“, ist sich Kirchhoff sicher. „Es ist schließlich unbestritten, dass regelmäßige mobile und stationäre Geschwindigkeitsmessungen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten“.

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Veröffentlicht von:

Carsten Dringelstein

Carsten Dringelstein ist Content-Manager beim ARKM Online Verlag in Lüdenscheid. Der gelernte Bürokaufmann sorgt für tagesaktuelle Meldungen auf unseren Portalen. Vorrangig kommt sein gutes Gespür für spannende Texte auf Südwestfalen-Nachrichten zum Einsatz.

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