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Walter Schatz verstorben

Walter Schnatz ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren in Osnabrück verstorben.

Der Lyriker wurde 1930 in Attendorn geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Im Jahr 1950 schrieb er ein Theaterstück über den Heiligen Kilian, das in der zerbombten Franziskanerkirche in Würzburg aufgeführt wurde. Im Jahr 1954 ging er in die DDR in der Hoffnung, dort über die Arbeiter- und Bauernfakultät zum Abitur zu kommen, was sich jedoch nicht verwirklichen ließ. Er arbeitete als Zimmermann und Heizer und nahm erfolgreich an mehreren Literaturwettbewerben der DDR teil, was dazu führte, dass er am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig studieren konnte. Im Jahr 1973 legte er das Staatsexamen in Literatur ab. Zuletzt lebten der 86-jährige Walter Schnatz und sein Sohn in Osnabrück.

Dieses bewegte Leben eines Arbeiterkindes durch das 20. Jahrhundert über die Jahrtausendschwelle zur Poesie spiegelt sich in seinen im Jahr 2014 von der Deutschen Literaturgesellschaft veröffentlichten Lebenssonetten „Gewonnen Wasser“ mit 465 Sonetten, drei Novellen und diversen Gedichten wider. Aus diesem Buch sollte Walter Schnatz auf Einladung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn und der Buchhandlung Isabell Hoffmann am 18. März 2017 lesen. Auf dieses Wiedersehen mit einem „alten Attendorner“ hatten sich zahlreiche Weggefährten von Walter Schnatz sehr gefreut. Doch seine schwere Erkrankung sorgte für den Ausfall der Lesung.

Auf Wunsch des Verstorbenen wird Walter Schnatz seine letzte Ruhe in seiner Heimatstadt Attendorn finden. Die Beisetzung findet am Freitag, 7. Juli 2017, um 11 Uhr auf dem Waldfriedhof statt.

Quellennachweis: Stadt Attendorn

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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