Je früher ein Kind eine Fremdsprache lernt, desto besser  und schneller wird die Sprache verinnerlicht. So lautet zumindest die verbreitete Meinung. Und auch wenn sich manche Eltern schwer damit tun, ihre Kinder schon frühzeitig mit dem Lernen von Vokabeln zu „belasten“  und es auch kritische Stimmen gibt, die von einer Frühüberforderung sprechen, so ist es doch durch Studien wissenschaftlich bewiesen, dass es Kindern nützt in jungen Jahren Englisch zu lernen.

Heute wird bereits früh damit begonnen Fremdsprachen zu vermitteln, denn Kinder lernen schnell.

Der Grund dafür ist nicht nur die Tatsache, dass es dem Menschen in keiner Entwicklungsphase so leicht fällt, Neues zu erlernen und vor allem zu verstehen, wie in den ersten sechs Lebensjahren – danach nimmt die Auffassungsgabe erst langsam und dann immer schneller ab -, sondern, Kinder, die früh eine zweite Sprache lernen, trainieren ihr Gehirn in diese Richtung. Dadurch fällt es generell leichter, sich auch in späteren Jahren mit weiteren Sprachen zu beschäftigen und zudem wird der sprachliche Bereich des Gehirns trainiert. Es ist also davon auszugehen, dass Kinder, die früh mit Fremdsprachen in Kontakt kommen sich nicht nur in der neu erlernten Sprache sicherer ausdrücken können, sondern auch die Muttersprache besser beherrschen. Gute Hilfe findet man unter diesem Link: http://www.buhv.de/grundschule/Bausteine-Englisch.html

Der Erfolg ab der Grundschule gelingt jedoch nur, wenn der Englisch-Unterricht entsprechend „gelebt“ wird. Dies bedeute, dass Kinder weder überfordert, noch unterfordert werden dürfen. Experten sind sich demnach sicher, dass zwei Stunden die Woche  „Liedchen singen“ und „Farben benennen“ ebenso wenig Sinn mache, wie Übersetzungsarbeiten und Fehleranzeigen. Die Herausforderung bestehe darin, die Sprache sowohl spielerisch als auch mit einem gewissen Ernst zu lehren. Dazu gehöre auch eine entsprechend ausgebildete Lehrerin. Denn nur weil das Englisch „Grundschul-Niveau“ habe, hieße das nicht, dass auch so gesprochen werden müsse. Immerhin würden sich Fehler in der Aussprache, resultiert durch ein schlechtes Englisch der Lehrerin, bei den Kindern bis weit in die Sekundarstufe ziehen mit dem Ergebnis, dass es Kinder, die falsch früh Englisch gelernt haben, es schwieriger haben, als Kinder, denen die Sprache erst spät, aber dafür richtig beigebracht wurde.

Es ist also noch ein langer, harter Weg, bis das englische Mittelmaß in deutschen Grundschulen angekommen ist. Noch ist noch nicht einmal eine bundesweit gleichmäßige Linie gefunden worden: Für die 16 Bundesländer gibt es derzeit 16 verschiedene Standards.  Dennoch rennt die Zeit, denn zumindest fließendes Englisch ist mittlerweile eine Grundvoraussetzung bei der Jobsuche. Schade wäre es, wenn sich der Bewerber trotz 12 Jahren Schulenglisch dafür entschuldigen müsste, eben nicht mehr als eben Schulenglisch sprechen zu können.

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