Runder Tisch zog positive Bilanz

Kreis Soest/Hochsauerlandkreis – 2014 wurden in der Region Hellweg-Hochsauerland 56 Beratungsschecks Potentialberatung an Unternehmen ausgegeben. Außerdem 8 Beratungsschecks im Bundesprogramm „unternehmensWert:Mensch“, das bis zum 31. Juli 2014 lief. Die Bezirksregierung bewilligte 39 Potentialberatungen mit einem Fördervolumen von 201.598 Euro. Das berichteten Ursula Rode-Schäffer, Leiterin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, und ihr Vertreter Tobias Eggenstein beim Runden Tisch Potentialberatung im Kreishaus Soest.

Andreas Bendig von der G.I.B. (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH in Bottrop) ergänzte den Erfahrungsaustausch mit aktuellen Informationen zur Umsetzung und zur Neuausrichtung der beiden Programme. Fatma Fettah, TBS NRW (Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e.V. in Bielefeld) stellte die von der Landesregierung und den Sozialpartnern getragene „Initiative Demografie Aktiv“ vor, die in das Programm „Arbeit gestalten NRW“ eingebettet ist. Die Erarbeitung einer demografiebewussten Unternehmensstrategie kann über die Potentialberatung gefördert werden. Demografieaktive Unternehmen können das „Siegel Demografie Aktiv“ erwerben.

Beim Runden Tisch Potentialberatung handelt sich um den Erfahrungsaustausch der sieben Beratungsstellen für Potentialberatung in der Region und der Bezirksregierung Arnsberg. Neben der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland sind weitere Beratungsstellen die IHK Arnsberg, die GWS Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung mbH Werl, die Handwerkskammer Südwestfalen in Arnsberg, die Wirtschaftsförderung Arnsberg GmbH, die Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH in Meschede. Die Regionalagentur koordiniert die Umsetzung des Beratungsschecks Potentialberatung im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest, die Bezirksregierung löst die Beratungsschecks ein und bewilligt die Mittel.

Die Potentialberatung ist ein bewährtes Arbeitsmarktinstrument. Sie wird vom NRW-Arbeitsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und hilft kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Beschäftigten, erfolgreich zu arbeiten. Die Beratungsstellen für Potentialberatung klären in Beratungsgesprächen Ziele, Inhalte und Umfang der Potentialberatung, dann kann der „Beratungsscheck“ ausgestellt werden. Unter Beteiligung der Beschäftigten ermittelt die vom Betrieb ausgewählte Unternehmensberatung dessen Stärken und Schwächen. Es wird gemeinsam ein verbindlicher Handlungsplan zur Verbesserung der betrieblichen Praxis erarbeitet und – so weit wie zeitlich möglich – umgesetzt.

Der Runde Tisch Potentialberatung traf sich im Soester Kreishaus zum Erfahrungsaustausch (Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest).

Der Runde Tisch Potentialberatung traf sich im Soester Kreishaus zum Erfahrungsaustausch (Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest).

Unternehmen können derzeit noch zwei Potentialberatungen innerhalb von 21 Monaten in Anspruch nehmen, zum Beispiel können sie zunächst eine spezielle Problematik im Bereich Arbeitsorganisation bearbeiten und in einer weiteren Beratung den Fokus auf Personalentwicklung und Qualifizierungsbedarfe richten. Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung, Personalentwicklung, Qualifizierungsbedarf, Altersstruktur, Fachkräftebedarf und die Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz können mit Hilfe der Potentialberatung beraten werden. Bezuschusst werden 50 Prozent der notwendigen Ausgaben für bis zu 15 Beratungstage, maximal 500 Euro pro Beratungstag. Eine Reduzierung der Förderung auf 10 Beratungstage sowie weitere Änderungen werden in 2015 erfolgen, zu welchem Zeitpunkt steht derzeit noch nicht fest.

Das Förderprogramm „unternehmensWert:Mensch“ des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und des ESF, das KMU in den Handlungsfeldern Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz eine Fachberatung ermöglichen soll, wird nach derzeitigen Planungen im Sommer 2015 neu aufgelegt. Die voraussichtlichen Förderkriterien in Nordrhein-Westfalen sind: KMU mit weniger als zehn Beschäftigten, mindestens eine/n sozialversicherungspflichtig Beschäftigte/n in Vollzeit sowie ein mindestens zweijähriges Bestehen des Unternehmens. Für eine Fachberatung, in der ganzheitliche und mitarbeiterorientierte Personalstrategien entwickelt werden, beträgt der Zuschuss 80 Prozent der Kosten maximal für 10 Beratungstage. Die Beratung darf höchstens 1.000 Euro pro Beratungstag kosten.

Weitere Informationen bei der Leiterin der Regionalagentur Hellweg Hochsauerland, Ursula Rode-Schäffer in Soest, Telefon 02921/303499, E-Mail rode-schaeffer@r-h-h.de, bei ihrem Stellvertreter Tobias Eggenstein in Arnsberg, Telefon 02931/944040 , E-Mail eggenstein@r-h-h.de oder im Netz unter www.r-h-h.de. Die Anschriften und Telefonnummern der weiteren Beratungsstellen für Potentialberatung sind unter www.gib.nrw.de zu finden.

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