• 2 Mio. Euro Investitionsvolumen – 2.000 Kubikmeter Fassungsvermögen
  • Ein neuer Hochbehälter als Ersatz für zwei ältere Hochbehälter zur Speicherung und Transport des hochwertigen Trinkwassers an die Kunden

Lüdenscheid – Es ist soweit – der Bau eines neuen Trinkwasserhochbehälters der Stadtwerke Lüdenscheid im Bereich „an der Höh“ hat begonnen. Den offiziellen ersten Spatenstich führten am Donnerstag, dem 26. März 2015, Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas sowie Stadtwerke Lüdenscheid-Geschäftsführer Wolfgang Struwe und der Technische Vorstand des Mutterkonzerns ENERVIE, Erik Höhne, durch.

Der Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 2.000 Kubikmetern (m3) wird am alten Standort des „Hochbehälters 6“ im Bereich „an der Höh“ errichtet. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 2 Millionen Euro, der Abschluss der Arbeiten ist bis Anfang 2016 vorgesehen. Der Hochbehälter wird im Auftrag der Stadtwerke Lüdenscheid errichtet, koordiniert wird das Projekt von ENERVIE Vernetzt, dem Netzservice der ENERVIE Gruppe.

Mit dem Hochbau für den neuen Hochbehälter „an der Höh“ wurde am Donnerstag, 16. April 2015, begonnen. Der Abschluss der Arbeiten ist bis Anfang 2016 vorgesehen (Foto: Stadtwerke Lüdenscheid/ENERVIE).

Mit dem Hochbau für den neuen Hochbehälter „an der Höh“ wurde am Donnerstag, 16. April 2015, begonnen. Der Abschluss der Arbeiten ist bis Anfang 2016 vorgesehen (Foto: Stadtwerke Lüdenscheid/ENERVIE).

Hintergrund der Baumaßnahme ist der dringend notwendige Ersatz von zwei ursprünglich zur Sanierung anstehenden Hochbehältern aus den Jahren 1906 und 1954 mit einem Speichervolumen von 1.000 m³ bzw. 3.000 m³. Eine Studie zur Wirtschaftlichkeitsberechnung hat ergeben, dass ein Abriss der alten Behälter und der Neubau eines modernen, den heutigen Planungsrichtlinien entsprechenden Hochbehälters kostengünstiger als eine Sanierung ist.

Foto: Stadtwerke Lüdenscheid/ENERVIE

Foto: Stadtwerke Lüdenscheid/ENERVIE

„Rehabilitationsprogramm“ im Wassernetz

Diverse Einflussfaktoren wie die demografische Entwicklung, ein abnehmender Pro-Kopf-Verbrauch sowie ein Rückgang des Wasserverbrauchs im Industriebereich sorgen dafür, dass die Stadtwerke Lüdenscheid ihre Wasser-Verteilsysteme und Speichervorhaltung an den zukünftigen Bedarf anpassen müssen. Dazu gehört auch eine Analyse und Neudimensionierung der Trinkwasserbehälter im Stadtgebiet.

Vom Hochbehälter selbst wird nach der Errichtung nicht mehr viel zu sehen sein: Das Bauwerk mit einer runden Grundfläche mit einem Durchmesser von etwa 28 Metern und einer Höhe von ca. 5 Metern sowie einem vorgelagertem Schieberhaus wird größtenteils in die Erde eingelassen. So wie bereits der jetzt abgerissene Behälter wird auch der neue Hochbehälter mit Erdreich überdeckt, so dass nach der Fertigstellung nur noch die Zuwegung, der Eingangsbereich, ein „Erdhügel“ und die Zaunanlage sichtbar bleiben.

Daten und Fakten zur Wasserversorgung der Stadtwerke Lüdenscheid

  • Derzeit Trinkwassererzeugung im Wasserwerk (WW) Treckinghausen und WW Jubach
  • 6 Hochbehälter mit einer Gesamtspeicherkapazität von ca. 17.000 m³
  • Belieferung aufgrund der Topografie über 5 Pump-Stationen sowie entsprechend der Topologie eingesetzten Druckminderer-Stationen von 480 m NN (Hochbehälter an der Höh) bis auf ca. 250 m NN
  • 330 km Versorgungsleitungen
  • 120 km Hausanschlussleitungen
  • ca. 15.000 Wasserhausanschlüsse
Foto: Stadtwerke Lüdenscheid/ENERVIE

Foto: Stadtwerke Lüdenscheid/ENERVIE

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