Siegen. Im ersten Quartal des Jahres 2009 haben im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) insgesamt 22 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 27.

„Diesen Zahlen zeigen, dass hier die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise noch keine tiefen Spuren hinterlassen hat“, so Rudolf König gen. Kersting von der IHK. „Angesichts der anhaltenden Schwäche beim Auftragseingang und der relativ starken Umsatzrückgänge, zum Beispiel bei den Industriebetrieben im IHK-Bezirk im ersten Quartal des Jahres, ist nicht auszuschließen, dass diese Zahlen im Laufe des Jahres schlechter werden.“ Für eine Entwarnung ist es nach Auffassung der IHK deshalb noch zu früh.

Von den 22 insolventen Unternehmen stammen fünf aus dem Verarbeitenden Gewerbe (Vorjahr: drei), drei aus dem Bausektor (Vorjahr: sechs), vier aus dem Bereich des Handels (Vorjahr: fünf) und fünf aus dem Gastgewerbe (Vorjahr: fünf). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag bei 105. Sie stieg gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um knapp 25 Prozent an. Zehn weitere Verfahren betrafen Insolvenzen ehemals Selbstständiger.

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