Menden – Merve El Ossman ist 19 Jahre alt, kommt aus Menden und macht bei dem Mendener Unternehmen Topp Förder- und Profilsysteme GmbH eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Kennen gelernt hat sie ihren Arbeitgeber auf der Mendener Ausbildungsbörse. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden der ehemaligen Hauptschule „Am gelben Morgen“ war sie vor knapp drei Jahren auf der Wilhelmshöhe. Dort kam sie, wie sie sagt „mit einer jungen, freundlichen Dame ins Gespräch, die sich viel Zeit für mich genommen hat“. Diese junge Dame war zu dieser Zeit Auszubildende bei „Topp“. Aus diesem Gespräch und der Ausbildungsbörse ergab sich ein Praktikum, das ihr den Weg in das Ausbildungsverhältnis öffnete. Denn „obwohl ich an der Hauptschule die zehnte Klasse und so auch einen Realschulabschluss gemacht habe, war das nicht so einfach eine Ausbildungsstelle als Industriekauffrau zu bekommen“, sagt El Ossman. In diesem Jahr wird sie wieder bei der Mendener Ausbildungsbörse am 1. Juni auf der Wilhelmshöhe dabei sein. Und diesmal ist sie die junge, freundliche Dame, die sich viel Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler nehmen wird.

Quelle: Stadt Menden

Denn genau das hat die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt. „Am Anfang war das normal, dass an den Ständen der Unternehmen der Personalchef stand. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es viel mehr bringt, wenn gleichaltrige Azubis auf die Schüler zugehen, die vielleicht sogar auf derselben Schule waren“, sagt Organisatorin Andrea Swoboda von der Stadt Menden. „Das haben wir mit der Zeit gelernt.“ Auch weiter entwickelt hat sich das Angebot. So präsentieren sich auch mehrere Hochschulen auf der Ausbildungsbörse: die BiTS und die Fahchhochschule Iserlohn und zum ersten Mal auch die International School of Management ISM aus Dortmund und die Fachhochschule Bochum. Ein Angebot speziell für Abiturienten und Schüler aus der Sekundarstufe II.

Insgesamt kommt die Mendener Ausbildungsbörse so in diesem Jahr auf 42 Aussteller, darunter sechs die zum ersten Mal dabei sind, und rund 80 verschiedene Berufe und duale Studiengänge. Berufe die nicht vertreten sind werden von der Kreishandwerkerschaft und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer präsentiert. Außerdem gibt es Workshops zu den Themen Bewerbungsmappe, Eignungstest und Vorstellungsgespräch. Die Hochschulen bieten zwischen 13 und 15 Uhr Vorträge an.

Gut 730 Schülerinnen und Schüler aus allen weiterführenden Schulen in Menden haben sich bereits angemeldet. Grundsätzlich ist aber jeder herzlich willkommen und die Schüler können auch gerne am Nachmit- tag noch einmal mit ihren Eltern wiederkommen.

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