Geseke – Eine Couch und ein Sessel, Stühle und ein Überblick über die Geseker Kernstadt … dieses ungewöhnliche Bild war jüngst auf dem Marktplatz zu sehen. Anita Medic von der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Geseke bot eine Gesprächsebene für Jugendliche, Anwohner und Sicherheitsdienst im Rahmen der Aktionswoche „Auf der Straße zu Hause“ an. Die jungen Menschen markierten an einem Plakat ihre Aufenthaltspunkte und tauschten sich mit der Mobilen Jugendarbeiterin der Stadt, mit der sie sowieso in sehr engem Kontakt stehen, und dem Sicherheitsdienst aus.

 

Quelle: Stadt Geseke

Anita Medic zog eine positive Bilanz des Abends: „Der Austausch zwischen Sicherheitsdienst und den jungen Erwachsenen war durchweg erfolgreich. Es wurden von beiden Seiten Anregungen vorgetragen, die auch weitergegeben und gelebt werden sollen. Leider haben sich keine Anwohner an dem Austausch beteiligt. Das war schade, aber ich hoffe, dass sich dies bei weiteren Aktionen ändern wird.“ Eine weitere Idee, die aus dieser Aktion heraus entstand, ist der „Runde Tisch“, der den Jugendlichen an verschiedenen Instanzen Gehör verschaffen soll/kann. In regelmäßigen Abständen könnten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit, z.B. den Parteien, der Polizei und/oder dem Bürgermeister zusammensetzen und sich über Belange, Ideen und anstehende Wahlen austauschen.

Quelle: Stadt Geseke

Als eine von 21 Einrichtungen in NRW hat sich die Mobile Jugendarbeit der Stadt Geseke an der Aktionswoche der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V. beteiligt. Die Aktionswoche vom 17. bis 21. September stand unter dem Motto „Auf der Straße zu Hause“. Die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW möchte auf die Lage von Jugendlichen und Erwachsenen aufmerksam machen, die in Innenstädten und
Ortskernen immer weniger Freiräume für jugendliche Aktivitäten finden. Öffentliche Plätze bleiben für Jugendliche wichtige Freizeitorte, an denen sie sich mit Freunden treffen und als Clique Zeit verbringen möchten. Dieser seit Jahren wiederkehrende Konflikt wird zunehmend öffentlich diskutiert. Die LAG greift Interessen, Bedürfnisse und Vorschläge junger Menschen auf und fördert den Dialog mit Anwohnern und lokalen Entscheidungsträgern. Ziel ist es, das Verständnis zwischen Jugendlichen und dem jeweiligen sozialen Umfeld zu fördern. Die Aufgabe zahlreicher Streetwork/Mobilen Jugendarbeit Standorte in NRW ist es, junge Menschen in verschiedenen Lebenslagen zu unterstützen und begleiten, ihnen pädagogische Angebote zu machen und ihnen Räume der Beteiligung am öffentlichen Leben zu eröffnen.

Quelle: Stadt Geseke

Veröffentlicht von:

Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche ist Redakteurin bei den Südwestfalen Nachrichten. Sie ist unter redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de direkt erreichbar.

Südwestfalen Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Ihr Kommentar zum Thema