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5. Rönsahler Weihnachtsmarkt: Warum in die Ferne schweifen?

Kierspe – Alle Jahre wieder ziehen ganze Autokarawanen Richtung Ruhrgebiet oder Domstadt. Zwischen Glühwein und Bratwurst wird der Wunschzettel der Kleinen abgearbeitet, neue Weihnachtsdeko für das heimische Wohnzimmer erstanden oder man sucht nach warmen Handschuhen für die Oma.

Doch warum hierfür in die Ferne schweifen? Auch im Märkischen Kreis kann man von Altena bis Werdohl auf zahlreichen Weihnachtsmärken in die richtige Stimmung kommen. Oft sind diese Märkte wahre Geheimtipps, welche fernab vom massentauglichen Angebot der großen Brüder originelle Besonderheiten anbieten.

So auch der Weihnachtsmarkt in Rönsahl, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfindet. „Bei uns gibt es keine Ledergürtel oder Handyschalen“, berichtet Jörg Fischer, der das Event zusammen mit Stefan Becker, Matthias Döring und Herbert Schmiedner ehrenamtlich organisiert.

Stattdessen bieten 70 handverlesene Aussteller – vorzugsweise aus Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen – kunstvolle Adventskränze, Eingemachtes, Liköre, Antiquitäten oder auch Schmuckhandwerk. Rund um die unter Denkmalschutz stehende Historische Brennerei präsentieren zudem Selbstständige aus der Region den Besuchern handwerkliche und kreative Besonderheiten sowie regionale Spezialitäten.

Quelle: Jörg Fischer
Mit etwas Glück erwischt man sogar den Nikolaus – Quelle: Jörg Fischer

Da gibt es zum Beispiel den berühmten „Rönsahler Curryklops“ oder auch einen römischen „Mulsum“ – ein heißer Wein mit Kräutern und Honig. Auch Feuerwaffeln, ukrainische Spieße und Rönsahls selbstgebrautes Weihnachtsbier erweisen sich jedes Jahr als wahrer Gaumenschmaus.

Kinder können sich im Märchenwagen von spannenden Geschichten der Märchenfee verzaubern lassen. Doch weil Zuhören irgendwann auch hungrig macht, hilft kostenloses Stockbrot gegen einen knurrenden Magen. Mit etwas Glück erwischt man sogar den Nikolaus, der mehrmals täglich Geschenke aus seinem Sack zaubert – vorausgesetzt, man war auch artig genug.

Weihnachtliche Stimmung liegt natürlich ebenso musikalisch in der Luft: Die Bühne in der Brennerei bietet künstlerische Darbietungen der Kindergärten, Bläserklassen, Chöre und des „Duo Denkmalschutz“. Daneben sorgen 24 festlich geschmückte Fenster der Brennerei für einen besonderen Blickfang. Diese bilden einen riesigen Adventskalender, welcher von Vereinen und Institutionen im Dorf gestaltet wird.

„Unser Weihnachtsmarkt lebt durch die liebevolle Stimmung und wird getragen von einem gemeinschaftlichen Geist, der von Stand zu Stand überspringt“, beschreibt Jörg Fischer die Vorteile des Marktes. Außerdem kann man ohne weite Anreise direkt „vor der Haustür“ alte Bekannte treffen oder neue Kontakte knüpfen.

Quelle: Jörg Fischer
Der Adventskranz am Schornstein der Brennerei ist 7,5 Meter breit – Quelle: Jörg Fischer

Der Weihnachtsmarkt in Rönsahl findet traditionell am ersten Adventswochenende statt. Das ist in diesem Jahr am 29. November ab 12 Uhr (Ende offen) und am 30. November von 11 bis 19 Uhr. Die Veranstalter erwarten bis zu 4.000 Besucher.

Die Vorbereitungen sind bereits jetzt in vollem Gange. So wird ab Freitag der wohl höchste und größte Adventskranz im Märkischen Kreis an der Plattform des achteckigen Schornsteins der Brennerei befestigt.

Weithin sichtbar leuchten dann die vier wassergeschützten Lampen des siebeneinhalb Meter breiten Kranzes in über 30 Metern Höhe den Weg zum Weihnachtsmarkt.

Mit etwas Glück trägt auch Frau Holle ihren Teil zur weihnachtlichen Stimmung bei und lässt passend zum 1. Advent ihre weiße Pracht vom Himmel fallen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist auf jeden Fall höher als an Ruhr oder Rhein.

Text: Johanna Behrendt / Fotos: Jörg Fischer

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