Brandenburg weist am wenigsten Mängel auf, Hamburg die meisten

Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden, zu niedrige leuchten einen zu kleinen Bereich aus – und gar kein Licht ist ein Risikofaktor hoch drei. Wie gut und präzise die Scheinwerfer eines Fahrzeugs eingestellt sind, ist gerade in der dunklen Jahreszeit ein immens wichtiges Thema. Und doch ist nach wie vor jeder dritte Autofahrer mit schlecht eingestelltem Licht auf den deutschen Straßen unterwegs.

Einmal im Jahr überprüft die Deutsche Verkehrswacht (DVW) in Kooperation mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe die Lichtqualität der Autos in Deutschland – seit 58 Jahren. 141.600 Mal nahmen sie beim aktuellen Test 2014 die Scheinwerfer unter die Lupe. Mit erschreckendem Ergebnis: 46.600 Fahrzeuge waren mangelhaft beleuchtet. Dies entspricht 32,9 Prozent.

Nur wer regelmäßig seine Scheinwerfer kontrolliert, ist sicher unterwegs (Foto: dmd/thx).

Nur wer regelmäßig seine Scheinwerfer kontrolliert, ist sicher unterwegs (Foto: dmd/thx).

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis zwar eine Verbesserung von 2,3 Prozentpunkten. Nichtsdestotrotz demonstrieren diese Zahlen noch immer einen enormen Handlungsbedarf. Dieser Meinung ist auch Professor Kurt Bodewig, Präsident der DVW: “Es ist nicht hinzunehmen, dass rund jede dritte Fahrzeugbeleuchtung, die in die Statistik einfließt, mangelhaft ist.”

Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr, zu niedrige bieten zu wenig Sicht. Funktionieren die Bremslichter nicht richtig, kann es blitzschnell zu Auffahrunfällen kommen. Letzteres war beim jüngsten Licht-Test bei immerhin vier Prozent der untersuchten Autos der Fall.

Lichttechnisch am sichersten sind offensichtlich die Autofahrer in Brandenburg unterwegs. Hier erhielten 22,6 Prozent der untersuchten Fahrzeuge die Note mangelhaft. Die schlechtesten Ergebnisse fanden die Tester in Hamburg und Nordrhein-Westfalen: 39,2 und 38,9 Prozent aller Autofahrer sorgen in diesen Bundesländern mit einer mangelhaften Beleuchtungsanlage für einen erhöhten Risikofaktor auf den Straßen.

Quelle: djd

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