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Angst vor dem Zahnarzt – Oft unterschätzt!

Was bedeutet Angst vor dem Zahnarzt?
Die Phobie vor dem Zahnarzt ist offiziell als psychische Störung anerkannt und betrifft in Deutschland etwa 6 bis 14 Prozent der Bevölkerung. Schätzungen zufolge, leiden mehr als die Hälfte aller Deutschen unter einer sogenannten Dentophobie, der Angst vor einer Zahnbehandlung. Die Symptome sind Schwindel, Übelkeit, Würgereiz, Herzklopfen, Zittern, Schweißausbrüche und Panikattacken. Zahnärzte wissen, dass ihre Patienten die Angst oft nur in Begleitung einer Psychotherapie überwinden können und mitunter auch selbstbewusste Menschen von der Zahnarztangst betroffen sind.

Woher kommt diese Angst?
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig ist die Angst auf unangenehme Erfahrungen und eine gewisse Hilflosigkeit in Rückenlage zurückzuführen. Außerdem kann ein ängstlicher Patient das Vorgehen im Mund nicht verfolgen. Hinzu kommen Schmerzen, Spritzen, Bohrgeräusche, grelles Licht, unangenehme Gerüche und Instrumentarien im Mund, die eine Kommunikation erschweren. Außerdem bereitet vielen Menschen der Kontrollverlust während einer Behandlung Angst.

Foto: Pixabay.com
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Wie kann der Zahnarzt der Angst entgegenwirken?
Die Angst des Patienten muss ernst genommen werden und erfordert ein behutsames Vorgehen des Zahnmediziners. Als Unterstützung dient eine Drei-Termine-Therapie. Zunächst wird über die Angst gesprochen, damit der Patient Sicherheit und Vertrauen gewinnt. Ein zweites Gespräch bezieht sich auf das weitere Vorgehen. Behandelt wird während des dritten Termins. Dabei kann eine Vollnarkose oder ein punktgenaues, computergestütztes Betäubungssystem zur Anwendung kommen. Wird nur lokal betäubt, verabreden die meisten Zahnärzte mit ihrem Patienten ein Handzeichen, sofern eine Pause benötigt wird.

Welche Folgen hat eine unbehandelte Angst?
Den Zahnarztbesuch vermeiden Angstpatienten jahrelang. Oft mit einer deutlichen Einschränkung in ihrer Lebensqualität. Mit Auftreten von Zahnschäden bleibt ihnen häufig nur unvorbereitet der Gang zum Notdienst. Dann sind die erforderlichen Behandlungen meistens aufwendig und kostenintensiv, mitunter langwierig und unangenehm. Zahnärztliche Behandlungen dienen jedoch auch dem Erhalt der physischen Gesundheit.

Was können Patienten gegen ihre Angst tun?
Patienten, die um ihre Angst wissen, sollten den Zahnarzt sorgfältig auswählen. Hilfreich sind auch Kommunikation und Pausen während der Behandlung. Seelischen Beistand können Begleitpersonen den ängstlichen Patienten leisten. Als Ablenkung dienen Musik oder eine Deckenbemalung. Ruhiges Atmen und bewusstes Entspannen lassen den Zahnarztbesuch angenehmer verlaufen.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos und Herausgeber der Südwestfalen-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist erreichbar unter: [email protected]

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