In den letzten Jahren ist der Begriff des Leasings immer öfters gefallen. Nicht nur im gewerblichen, sondern auch im privaten Gebrauch. Doch was genau ist Auto Leasing eigentlich? Kurz gesagt ist dies die Vermietung eines Autos. Über einen bestimmten Zeitraum erwirbt der Kunde die Nutzungsrechte eines Fahrzeuges. Das Eigentum geht aber nicht an denjenigen über, sondern bleibt bei dem Leasingunternehmen. In der Regel läuft ein Leasing-Vertrag zwischen 12 und 48 Monaten. In diesem Zeitraum wird für die Nutzung des Fahrzeuges eine Miete inklusive Gebühr und Versicherungen bezahlt. Je nach Vertrag gibt es andere Konditionen, was z. B. die Kilometerpauschale pro Jahr regelt und die Kosten für zusätzliche Kilometer. Für die Pflege, Reinigung und Wartung ist der Nutzer verantwortlich.

Privat- und Gewerbeleasing unterscheiden sich grundsätzlich nicht und überschneiden sich in einigen Punkten. Doch bei ein paar Kleinigkeiten, wie den Anforderungen und steuerlichen Aspekten, unterscheiden sich diese doch im Detail.

Der erste Eindruck zählt: auch im Unternehmen

Ist man zu Besuch bei einem wichtigen Kunden, möchte man natürlich einen perfekten Eindruck hinterlassen und bereitet sich lange vor. Man zieht seinen schönsten Anzug an und anstatt der Smartwatch wird die Breitling Uhr angelegt. Doch wenn man dann mit seinem Fiat Panda vor die Tür fährt, stärkt dies nicht unbedingt diesen Eindruck. Um diese Lücke zu schließen, gibt es das Firmenwagen Leasing. Durch das Leasing müssen keine teuren Wagen angeschafft oder finanziert werden, sodass die Liquidität erhalten bleibt und trotzdem das Unternehmen bei dem Kunden auf die beste Art und Weise repräsentiert wird.

Damit ein Leasing-Vertrag zu Stande kommen kann, wird im Vorhinein natürlich eine Bonitätsprüfung durchgeführt, da es meist um einige Tausend Euro gehen wird. Optimalerweise befindet sich das Unternehmen länger als ein halbes Jahr am Markt, damit die Kreditwürdigkeit korrekt eingeschätzt werden kann. Da das Leasingunternehmen der Eigentümer des Fahrzeuges bleibt, ist dieser auch für sämtliche Aktivierungen und Abschreibungen verantwortlich. Der Leasingnehmer kann das Leasingauto lediglich in der Gewinn-und-Verlust Rechnung aufführen.

Vorteile und Risiken von Auto Leasing

Foto: andreas160578 / pixabay.com

Neben dem Aspekt der Imageverbesserung ist ein großer Vorteil, dass regelmäßig aktuelle Fahrzeugmodelle genutzt werden können, ohne dass direkt der volle Betrag gezahlt werden muss. Dies verhindert Liquiditätsengpässe, wodurch das gesparte Geld in laufende Projekte investiert werden kann. Da ein Gewerbeleasing den Verschuldungsgrad nicht beeinflusst, bleibt auch die Eigenkapitalquote erhalten.

Dadurch, dass monatliche Raten über die gesamte Laufzeit fix bleiben und nicht von Zinsschwankungen betroffen sind, kann ein Unternehmen langfristig planen und alles einkalkulieren. Lediglich, wenn der Leasing Vertrag vorzeitig beendet werden soll, können Komplikationen auftreten.

Aufgrund der etlichen Vorteile ist das Gewerbe Leasing für Unternehmen eine rentable Alternative zum Kauf oder zur Finanzierung eines Autos geworden. Viele Kosten können in voller Höhe versteuert werden, die Liquidität bleibt unangetastet, es fallen keine hohen Kosten an und man ist immer auf dem aktuellsten Stand.

Noch mehr Geld kann gespart werden, wenn mehrere Autos benötigt werden. Denn wie so oft gibt es bei der Abnahme von mehreren Autos bessere Konditionen. Nimmt man fünf Autos oder mehr derselben Marke, so ist von Flottenleasing die Rede. Hierdurch können Leasingraten drastisch reduziert werden.

Risiken können bereits vor dem Vertragsabschluss minimiert werden, in dem man genau auf die Details achtet. Der größte Risikofaktor liegt meist darin, dass ein Restwertleasing anstelle eines Kilometerleasing abgeschlossen wird. Beim Restwertleasing wird der Restwert nach Vertragslaufzeit leider oft zu Gunsten des Unternehmens geschätzt, sodass man als Leasingnehmer oft nachzahlen muss. Beim Kilometerleasing wird dieses Risiko minimiert, da hier lediglich Kosten für zu viel gefahrene Kilometer anfallen können, welche aber im Vorhinein relativ gut kalkuliert werden können.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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