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Karriere im Anzug: So trägt man ihn richtig

Kleider machen Leute. Dieses geflügelte Wort stammt aus der gleichnamigen Erzählung, die Gottfried Keller im 19. Jahrhundert geschrieben hat, und ist bis heute aktuell. Das gilt vor allem im Berufsleben.

Männer, die dort einen Anzug tragen, wirken gemeinhin nicht nur seriöser, sondern handeln tatsächlich auch klüger. Das hat unter anderem die California State University im kalifornischen Northridge herausgefunden. Demnach verändert ein Anzug sogar das Denken. Für den Studienversuch ließen die Forscher Probanden mal mit legerer, mal mit formeller Kleidung eine Reihe von Tests durchführen. Das Ergebnis: Im Anzug – aber auch im Kostüm bei den weiblichen Studienteilnehmern – erhöhte sich die Fähigkeit zum abstrakten Denken. Genau das gilt aber als Schlüsselelement beim Treffen von Entscheidungen.

Der perfekte Anzug

Heute gibt es eine große Auswahl an Anzügen für den Job. Beim Einkauf oder besser beim Tragen sollte man allerdings einige grundsätzliche Tipps beachten. So sollte die Anzughose vorn auf dem Fußrücken enden und den Absatz nicht berühren. Zwischen dem Ende der Hose und dem Schuh darf auch im Sitzen kein nacktes Bein zu sehen sein. Deshalb empfehlen Business-Profis Kniestrümpfe statt Socken zur Anzughose. Das Sakko muss vor allen Dingen passen. Das bedeutet: Es darf am Rücken nicht spannen, die Ärmel enden am Ansatz des Daumens, es kneift nicht unter den Achseln. Ob Ein- oder Zweireiher ist dagegen ein Stück Sache des persönlichen Geschmacks – und der Figur: Große, kräftige Männer sehen im Zweireiher meist eleganter aus als im Einreiher.

Die Sachen mit dem Knopf

Es gibt Mode-Regeln, die auch heute noch beinahe ein Modediktat sind. Dazu gehört das richtige Knöpfen eines Sakkos. Bei den Einreihern sind heute vor allem Zwei-Knopf-Varianten modern. Hier gilt: Der unterste Knopf bleibt offen, wenn man steht. Wenn man sich hinsetzt, werden beide Knöpfe geöffnet. Diese Regel geht auf den britischen König Edward VII. zurück, der aufgrund seiner Leibesfülle grundsätzlich den unteren Knopf von Weste und Sakko geöffnet ließ. Daraus wurde ein Trend, der bis heute Bestand hat. Beim Zweireiher bleiben die mittleren Knöpfe grundsätzlich geschlossen. Die untere Reihe kann offen oder geschlossen getragen werden. Grundsätzlich aber wird diese Sakko-Form niemals ganz geöffnet.

Hemd und Krawatte

Das richtige Business-Outfit lebt von feinen Details. Das gilt auch für Hemd und Krawatte als Ergänzung zum Anzug. Auch wenn Kurzarmhemden im Sommer praktisch sind – zum offiziellen Business-Anzug gehört das Langarmhemd. Generell besteht ein gutes Herrenhemd zu einem großen Teil aus Baumwolle und ist möglichst einfarbig. Streifen sind ebenfalls erlaubt, wenn sie zur Figur des Trägers passen. Ist der Anzug allerdings gemustert, muss das Hemd einfarbig sein. Die Hemdsärmel reichen bei angewinkeltem Arm bis zur Daumenwurzel, sodass die Manschetten einen Zentimeter unter dem Sakkoärmel herausstehen. Übrigens: An ein Businesshemd gehört keine Brusttasche. Nicht zu vergessen ist auch der Hemdkragen, der das Geschäfts-Outfit abrundet.
Den letzten Schliff verleiht dann die Krawatte. Sie sollte zur Farbe des Anzugs passen und auf Höhe der Gürtelschnalle enden. Was das Material angeht, ist im Beruf Seide eine gute Wahl. Sie sieht edel aus und vor allem lässt sie sich gut binden. Besonders wichtig ist auch das Muster: Streifen gehen immer, Karos und Punkte ebenfalls. Im Schrank bleiben müssen dagegen schrille Muster oder gar Comic-Motive.

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