Ein Strommessgerät wird auch als Amperemeter bezeichnet. Es dient zur Messung der elektrischen Stromstärke. Messgeräte werden in unterschiedlichen Einsatzzwecken verwendet. Im Labor werden umschaltbare Vielfachmessgeräte verwendet, die mehrere Messbereiche enthalten. Man bezeichnet diese Geräte daher auch als Multimeter. Bei industriellen Anwendungen kommen oft auch anzeigelose Messgeräte zum Einsatz.

Foto: geralt/pixabay.com

Damit der Strom gemessen werden kann, muss er durch das Messgeräte fließen. Daher wird das Messgeräte zum Verbraucher in Reihe geschaltet. Es muss dazu auch ständig eingebaut sein. Wenn das Gerät ein- oder ausgebaut werden soll, dann muss der Stromkreis abgeschaltet und aufgetrennt werden. Die Messung des Stroms setzt voraus, dass ein Eingriff in die zu untersuchende Schaltung erfolgt. Es kommt in dieser Zeit auch zu einer Unterbrechung des Stromflusses.

Inzwischen werden für die Strommessung unterschiedliche Ausführungen von Strommessgeräten benutzt. Sehr üblich sind im praktischen Betrieb die Messgeräte der digitalen Messtechnik. Sie stellen Spannungsmessgeräte dar, die nach dem ohmschen Gesetz den Spannungsabfall über einen eingebauten Messwiderstand messen.

Darüber hinaus gibt es auch Ausführungen, wo die Messgeräte in Leistellen und Geräteräumen fest installiert sind. Diese Einbau-Messgeräte werden bei der Montage einmalig mit einem Shunt eingestellt.

Wenn sehr kleine elektrische Ströme fließen, d. h. im Bereich von wenigen Pikoampere, dann können diese mit einem klassischen Messgerät nicht eindeutig erfasst werden. Daher werden diese Ströme zur Messung in größere Ströme umgeformt. Dies kann mithilfe eines Operationsverstärkers erfolgen. Damit die Messabweichung bei diesem Schritt geringgehalten wird, ist eine MOS-Struktur im Eingangsstrom des Operationsverstärkers notwendig.

Neben den digitalen Messgeräten kommen auch analoge Geräte zum Einsatz. Diese sind zwar älter, aber trotzdem zeichnen sie sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und geringe Störempfindlichkeit aus. Analoge Geräte wie das Drehpulsmesswerk messen den positiven oder negativen Gleichstrom und müssen bei höheren Strömen durch das Parallelschalten eines Shunts ergänzt werden. das Drehpulsmesswerk kann auch Wechselstrom messen. Dabei wird das 1,11-fache des Gleichrichtwertes angezeigt.

Zur Messung des Effektivwertes wird das Dreheisenmesswerk verwendet. Diese Geräte eignen sich für Werte von 50 Hertz. Darüber hinaus können diese Geräte aber auch für oberschwingungsreichen Netzstrom sowie für Gleichstrom eingesetzt werden.

Schließlich gibt es auch die Möglichkeit Storm über das Magnetfeld zu messen. Dies geschieht mithilfe eines Transformators oder eines Stromsensors.

Sehr große Ströme können mit einem Stromwandler oder mit einem Shunt gemessen werden. Bei mueller-ziegler erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

SüWeNa - Südwestfalen-Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Artikel weiterempfehlen
  • gplus
  • pinterest

Ihr Kommentar zum Thema

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere