Bei vielen Unternehmen gibt es eine Zeit im Jahr, wo man besonders viel von seinen Produkten verkaufen kann. Doch meist gibt es dabei nur ein Problem: Man ist nicht liquide genug, um alle Rohstoffe zu beschaffen und der Kredit bei der eigenen Hausbank ist auch bereits ausgereizt, sodass man dort keinen mehr bekommt.

FineTrading ist in Deutschland noch nicht so weit verbreitet, wird aber innerhalb der Unternehmen immer beliebter.

Der Ablauf des FineTrading Prozesses

Foto: Pixabay.com/Capri23auto

Bei diesem Prozess geht es darum mittels eines FineTrade Unternehmen saisonale Spitzen zu meistern.

Im ersten Schritt wird ein FineTrade Unternehmen gesucht. Genau wie bei normalen Produkten sollte auch hier ein Preisvergleich stattfinden, da jeder Dienstleister andere Konditionen hat und somit auch unterschiedlich hohe Gebühren verlangt.

Ist das Unternehmen gefunden und es wurde sich über die Konditionen geeinigt, wird alles in Auftrag gegeben. Das FineTrading Unternehmen bestellt bzw. beschafft sämtliche benötigten Rohstoffe. Diese werden aber direkt an das Unternehmen geliefert, welches den FineTrading Dienst in Anspruch genommen hat.

Der Zahlungsprozess beläuft sich so, dass der FineTrader das Geld direkt an den Lieferanten bezahlt und anschließend gewährt dieser dem Unternehmen eine Zahlungsfrist. Meist beträgt diese zwischen 90 und 120 Tage. In dieser Zeit hat das Unternehmen die Möglichkeit die saisonale Spitze oder ähnliches auszunutzen und soviel Umsatz wie möglich zu machen.

Die Vorteile von FineTrading

FineTrading ergibt Vorteile für sämtliche Parteien und ist eine Win-Win-Win Situation. Sowohl das FineTrading Unternehmen, der Lieferant, als auch der Auftraggeber profitieren davon.

Das FineTrading hat den Vorteil, dadurch dass der Betrag direkt beglichen wird kann Skonto abgezogen werden. Gleichzeitig erhebt es eine Gebühr für den Auftraggeber, wodurch es Gewinn macht.

Der Vorteil für den Lieferanten ist, dass er auf jeden Fall das Geld sofort ohne Verzögerung bekommt. Somit ist das Ausfallrisiko auf unter 1 % minimiert.

Für das Unternehmen ergeben sich mehrere Vorteile. Dadurch, dass das FineTrading Unternehmen durch Abzug von Skonto weniger zahlt und dann eine Gebühr veranlasst, zahlt das Unternehmen trotzdem noch weniger, als wenn sie es direkt so gekauft hätten.

Gleichzeitig steigt ihre Liquidität und durch das direkt bezahlen und den direkten Kontakt mit dem Lieferanten, verbessert sich ihre Beziehung ungemein, woraus neue, gute Sonderkonditionen entstehen können. Gerade durch die gute Beziehung kann dies einem in wirtschaftsschwachen Jahren zu Gute kommen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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