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Die Soester Fehde – eine Stadt (er)-lebt das Mittelalter

Soest – Jetzt schon vormerken: Vom 28. bis 30. Juli ist Soest bereits zum fünften Mal Treffpunkt für Mittelalterfreunde aus halb Europa und Bühne für ein besonderes mittelalterliches Event.

Ein spektakuläres Ereignis der regionalen Geschichte, die berühmte Soester Fehde, bildet den Ausgangspunkt für ein vielfältiges Programm, das den Herbst des Mittelalters lebendig werden lässt, unter anderem durch Hunderte von Soester Bürgern, die aktiv am Geschehen, teilweise gleich mit der ganzen Familie, teilnehmen.

2017 ist wieder „Fehde-Jahr“. Damit ist die alte Hansestadt Soest mit ihrem mittelalterlichen Stadtwall einmal mehr Kulisse für eines der größten Mittelalter-Festivals in Deutschland. Ein buntes und unterhaltsames Treiben mit Handwerkern, Händlern, Spielleuten und Gauklern sowie zahlreichen Soldaten nehmen den Besucher mit auf eine Reise zurück ins Spätmittelalter und machen Geschichte erlebbar.

Einen der Höhepunkte der Veranstaltung bildet erneut die Nachstellung des „Großen Sturms auf die Stadt Soest von 1447“, die an der noch zu großen Teilen erhaltenen historischen Wallmauer aufgeführt wird. Inzwischen über 900 Mittelalterfans aus ganz Europa treten hierbei in zeitgenössischer Kriegskleidung mit Kanonen, Büchsen, Schwert und Bogen an, um die Stadt zu stürmen oder zu verteidigen. Platztechnisch und gemessen an der Zahl der Mitwirkenden, handelt es sich hierbei um eine der größten Inszenierungen (Reenactment) dieser Art bundesweit.

Außerhalb der Aufführungszeiten des „Sturms“ kann man die Akteure in ihrem „Heer- und Söldnerlager“, das am Fuße des wuchtigen Stadtwalls aufgebaut ist und sich über mehrere Wall- und Gräftenabschnitte zieht, besuchen und sie bei Waffenübungen und ihrem mittelalterlichem Alltagsleben beobachten und ins Gespräch kommen. Auch was die Versorgung der Truppen angeht, geht es hier übrigens authentisch zu: In den Kochtopf kommt nur, was es „damals“ schon gab.

Einen weiteren Höhepunkt und ein farbenfrohes Bild mit Fußvolk, Pferden, Gauklern, Musikanten und Repräsentanten der Fehde „von hohem und niederem Stand“ bietet auch in diesem Jahr wieder der prächtige „Festliche Einzug des Herzogs Johann von Kleve“ am Veranstaltungs-Samstag.

Ein rahmendes Vorprogramm mit Führungen, Vorträgen, einem Festspiel sowie einem Wandelkonzert durch die berühmten Soester Kirchen startet bereits am 9. Juli. Es bietet die Möglichkeit, sich der Zeit des Spätmittelalters unter unterschiedlichen Gesichtspunkten zu nähern.

Getragen wird das Festival von zahlreichen Mittelaltergruppierungen aus 12 europäischen Nationen, aber auch von dem großen Engagement ehrenamtlich agierender Soester Bürger sowie Mitwirkenden aus dem gesamten Soester Kreisgebiet. So werden aus ehemaligen Gegnern Verbündete, die eine ganze Stadt das Mittelalter (er)-leben lassen.

Weitere Informationen und das komplette Programm der Soester Fehde gibt es im Internet unter www.soesterfehde.de .

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.

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