Krokodile, Ameisenbären, Ur-Tapire und viele weitere exotische Tierarten bevölkerten vor ca. 47 Millionen Jahren während des Eozäns unsere Heimat. Halbtropische Regenwälder waren die Heimat zahlreicher Tierarten, die im und rund um den Messel-See, nordöstlich vom heutigen Darmstadt gelegen, lebten und im Ölschiefer der Grabungsstätte „Grube Messel“ für nachfolgende Zeiten als Fossilien erhalten blieben – ein „Eldorado für Paläontologen.“

Alle Funde sind exzellent erhalten, bis hin zu feinsten Details, wie Haaren und Federn. Die Wanderausstellung „Messel on Tour“ des Hessischen Landesmuseums Darmstadt (HLMD) zeigt dabei in den Sauerland-Pyramiden des Galileo Parks128 Original-Funde des „UNESCO Weltnaturerbes Grube Messel.“

Dabei werden die Fossilien bei „Messel on Tour“ den unterschiedlichen Lebensräumen im und um den urzeitlichen Messel-See herum zugeordnet. Bewohner des Flachwassers finden sich ebenso gemeinsam präsentiert wie Tiere, die die vorwiegend in den Uferzonen oder am Boden bzw. im Astwerk des angrenzenden Urwald gelebt haben. Diese unterschiedlichen Bereiche werden atmosphärisch so inszeniert, dass sich der Besucher in den eozänen Regenwald zurück versetzt fühlt.

Die Ausstellung läuft vom 5. Mai bis zum 21. Oktober 2012 und ist Dienstags bis Sonntags von 10 – 17 Uhr zu sehen.

 

Text und Quellennachweis: Wolfgang Schmidt

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