Meschede – Das Ende der Sommerferien rückt näher – und auch beim 14. Mescheder Orgelsommer findet am kommenden Sonntag das letzte Konzert statt. An der historischen Orgel in Calle spielt der Neheimer Organist Hartwig Diehl, der schon häufiger beim Orgelsommer des Kulturrings zu Gast war.

Aus dem Jahr 1861 stammt die Randebrock-Orgel des „Caller Doms“, die noch weitgehend im historischen Zustand erklingt, was von klanglich von besonderem Reiz ist. In der großen Caller Kirche mit ihrem langen Nachhall entwickelt das Instrument weite, sich überlagernde Klänge.

Quelle: Ulrich Hengesbach

Für den Organisten stellen historische Instrumente eine besondere Herausforderung dar, da sie je nach eingesetzten Registern einen sehr schwergängigen Anschlag haben und für die Registrierung keinerlei Hilfsmittel bieten, die bei neueren Orgeln den Konzertablauf sehr erleichtern. Es sind lediglich die alten hölzernen Registerzüge vorhanden. Speichermöglichkeiten, die bei neuen Orgeln manchmal bis an die 10.000 Möglichkeiten bieten (Abtei Königsmünster) gibt es nicht. Die Abbildung zeigt den im Originalzustand erhaltenen Spielschrank.

Hartwig Diehl ist seit 1984 als Organist an St. Johannes Baptist in Neheim tätig. Mit zahlreichen Projekten und Konzerten hat der Dekanatskirchenmusiker die dortige Kirchenmusikszene bereichert. In Meschede spielt er Werke von Bach, Gigout, „Souvenirs aus dem Konzertsaal“ (Bearbeitungen berühmter Orchesterwerke für die Orgel) und Improvisationen über „Das Jahr steht auf der Höhe“ und „Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht“.

  • Termin: Sonntag, 20.8.2017, 20.00 Uhr
  • Ort: St. Severinus, Meschede-Calle, Severinusplatz 3
  • Eintritt: 10 €, auch ermäßigte Karten
  • Kartenverkauf: Bürgerbüros der Stadt Meschede (0291/205-136) und an der Abendkasse

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