Elspe – Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelischen Kirche in Deutschland verantworten seit über 20 Jahren jährlich die Woche für das Leben, die in diesem Jahr vom 9. bis 16. April unter dem Jahresthema „Alter in Würde“ steht.

Jeder weiß, dass eine angemessene, würde- und respektvolle Versorgung von älteren Menschen mehr beinhaltet als Essen, Körperpflege und Behandlung von Krankheiten.

Ursula Pfeifer, Ruth Schwarz, Bernd König und Agnes Vollmer (v.l.) sind sich im Gespräch mit Tanja Hilden (2.v.r.) einig, dass im St-. Franziskus-Seniorenhaus alles für ein „Alter in Würde“ getan wird.

Ursula Pfeifer, Ruth Schwarz, Bernd König und Agnes Vollmer (v.l.) sind sich im Gespräch mit Tanja Hilden (2.v.r.) einig, dass im St-. Franziskus-Seniorenhaus alles für ein „Alter in Würde“ getan wird.

Zwischenmenschliche Beziehungen, sollten in Zeiten von erhöhtem Kostendruck das Bild der Pflege- und Betreuungssituation prägen. Es sind die unterschiedlichsten privaten Situationen, die ältere Menschen in ihrer Entscheidung bekräftigen ihren Lebensabend in einem Seniorenhaus zu verbringen. Was wirklich „Alter in Würde“ ausmacht und was zu ihrem Wohlbefinden beiträgt, wissen die Senioren des St. Franziskus-Seniorenhauses in Elspe selbst am Besten. „Das eigene Haus verkaufen tut schon weh. Aber hier sind wir sehr gut aufgehoben“, sagt Agnes Vollmer mit überzeugender Ausstrahlung. Die 94-Jährige wohnt seit etwa zwei Jahren im St. Franziskus-Haus in Elspe und wenn sie über ihre Erfahrungen berichtet, sprudeln die positiven Erlebnisse nur so aus ihr heraus. Ähnlich geht es den drei weiteren Bewohnern, die mit am Tisch sitzen. Ursula Pfeifer gehört seit sieben Jahren zu den Bewohnern. Noch genau erinnert sich die 87-Jährige daran wie ihr nach einem Krankenhausaufenthalt nahe gelegt wurde Zuhause betreut zu werden. „Ich kann von den Kindern nicht verlangen, dass sie sich den ganzen Tag um mich kümmern. Ich hatte gleich beim ersten Gespräch das Gefühl hier gut aufgehoben zu sein. Wer möchte, kann sein Zimmer mit eigenen Einrichtungsgegenständen und Bildern mitgestalten. Ich fühle mich hier zuhause. Ich freue mich wenn ich von meiner Familie abgeholt werde und kehre zufrieden wieder zurück. Es wird alles getan, damit man im Krankheitsfall wieder auf die Beine kommt“, so Ursula Pfeifer. Dem schließt sich Ruth Schwarz an und fügt hinzu: „Ich hätte nicht gewusst, was ich sonst hätte machen sollen.“ Ein positiver Aspekt der neuen Lebensform ist auch das breit gefächerte Programm an Freizeitaktivitäten wie z.B. Bewegungsangebote, kreative, musikalische und hauswirtschaftliche Angebote, Themenstunden und Klönrunden, Einzelbetreuungen, Spaziergänge oder religiöse Angebote. Da sowohl Gruppen- als auch Einzelaktivitäten angeboten werden, ist für jeden etwas dabei. „Hier sitzt niemand in der Ecke. Wir machen immer etwas. Auch Ausflüge und Einkaufsbummel können wir mitmachen“, meint Frau Pfeifer dazu. Tanja Hilden, Bereichsleitung Sozialer Dienst, ergänzt: „Auch im Alter kann man noch Neues ausprobieren und etwas dazulernen. Wir möchten den Senioren aber auch den Kollegen die Möglichkeit geben über Defizite hinauszusehen, Fähigkeiten und Chancen zu entdecken und wahrzunehmen.“

Und was macht das Alter in Würde noch aus? „“Wenn es einem gut geht und man zufrieden ist“, so Ruth Schwarz. „Nicht alleine zu sein“, meint Agnes Vollmer. „Gut aufgehoben und betreut zu sein“, bringt es Ursula Pfeifer auf den Punkt. Bernd König, der zunächst seine Frau im Seniorenhaus besuchte und sich nach einer Operation entschloss auch einzuziehen sagt: „Es ist wichtig, dass die eigene Wünsche und Bedürfnisse ernst genommen werden.“ Vier unterschiedliche Menschen, die sich in einem Punkt einig sind: “Alter in Würde“ ist möglich!

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de erreichbar.

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