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Olpe: Schulwettbewerb beschert Hakemicke-Schule Geldsegen

„Starke Schulen“ in Nordrhein-Westfalen

Der 1. Platz geht ins Sauerland nach Olpe!

Schulen aus Olpe, Gütersloh und Gevelsberg werden für herausragende Berufsqualifizierung ihrer Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet

Düsseldorf, 21.01.2011. Die Ganztagshauptschule Hakemickeschule in Olpe, die Städtische Hauptschule Nord in Gütersloh und die Hauptschule Gevelsberg sind heute in Düsseldorf mit einem Landespreis des bundesweiten Schulwettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ ausgezeichnet worden. Prämiert wird die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt leisten. In Nordrhein-Westfalen konnten sich alle Hauptschulen bewerben.

Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt und ist mit insgesamt 220.000 Euro dotiert. Bundesweit beteiligten sich über 600 Schulen am aktuellen Wettbewerb, darunter 101 Schulen aus Nordrhein-Westfalen. Aus den Einsendungen ermittelte eine Jury aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft die Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnerinnen und Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Nordrhein- Westfalen erstplatzierte Ganztagshauptschule Hakemickeschule aus Olpe nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 11. Mai 2011 in Berlin durch Bundespräsident Christian Wulff geehrt. Schulministerin Sylvia Löhrmann, die heute in Düsseldorf die Landespreise überreichte, würdigte das Engagement der Schulen:

„Die Schulen und ihre Lehrkräfte leisten großartige Arbeit. Daher freue ich mich sehr über die Auszeichnung und die damit verbundene Anerkennung. Wir brauchen starke Schulen, die die Schülerinnen und Schüler zur Ausbildungsreife führen und optimal auf das Berufsleben vorbereiten. Denn diese Schulen sorgen dafür, dass der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt.“ „Die prämierten Schulen haben hervorragende Konzepte entwickelt und umgesetzt, Seite 2 von 3 mit denen sie ihre Schülerinnen und Schüler fit für ihren beruflichen und persönlichen Lebensweg machen“, so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie- Stiftung, stellvertretend für die Wettbewerbspartner. „Durch den Preis möchten wir auf das Engagement der Schulen aufmerksam machen und einen Austausch der besten Ideen anregen.“

Für den ersten Platz erhält die Ganztagshauptschule Hakemickeschule in Olpe 5.000 Euro.

Die Jury überzeugte das schulische Gesamtkonzept, das individuelle Förderung, soziales Lernen und die frühzeitige Berufswahlorientierung in den Vordergrund stellt. Externe Expertinnen und Experten wie eine Sprachheilpädagogin werden in den Unterrichtsalltag eingebunden. So kann zum Beispiel innerhalb der Unterrichtszeit an Leserechtschreib- oder Rechenschwächen gearbeitet werden und Kinder und Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf können gemeinsam lernen. Darüber hinaus bestehen zahlreiche Angebote, in denen Schülerinnen und Schüler ihren Interessen nachgehen können, darunter ein Energiescout-Projekt, ein deutsch-türkischer Vorlesewettbewerb oder ein Hauswirtschaftsführerschein. Die Schule ist zudem eng vernetzt mit dem städtischen Berufskolleg, lokalen Firmen und der Bundesagentur für Arbeit, um den Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Platz erreichte die Städtische Hauptschule Nord in Gütersloh.

Sie legt einen Schwerpunkt auf die intensive und individuelle Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dazu gehört nicht nur die Sprachförderung: Mit sozialpädagogischer Gruppenarbeit gehen die Lehrkräfte auf die speziellen Bedürfnisse verhaltensauffälliger Schülerinnen und Schüler ein, die zum Beispiel durch Kriegserlebnisse traumatisiert wurden. In den Sommerferien bietet die Schule „Lernferien“ und eine gemeinsame Sommerfahrt an. Überdies ist auch die Schülerverantwortung breit angelegt: So betreiben beispielsweise Jugendliche mit der „Teestube“ eine eigene Schülerfirma, und ältere Schülerinnen und Schüler unterstützen als „Scouts“ die Jüngeren.

Ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts liegt auf der Berufswahlorientierung, die ab Klasse 5 im Unterrichtsplan integriert ist. Mit dem dritten Platz und 2.000 Euro wurde die Hauptschule Gevelsberg ausgezeichnet. Kern ihres Schulkonzepts ist eine Ausbildungsplatzgarantie, die sie gemeinsam mit der Stadt Gevelsberg verantwortet.

Dafür müssen die Schülerinnen und Schüler unter anderem an einem Förder- und Berufswahlprogramm teilnehmen und soziales Engagement außerhalb der Schule nachweisen. Darüber hinaus bieten sich den Kindern und Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken: Neben „Anti-Blamier-Kursen“ gibt es ein Schüler- Schiedsgericht, eine Streitschlichtung sowie Patenschaften unter den Schülerinnen und Schülern. Seite 3 von 3 Die ersten Plätze in Nordrhein-Westfalen belegten:

1. Platz 5.000 Euro Ganztagshauptschule Hakemickeschule in Olpe

2. Platz 3.500 Euro Städtische Hauptschule Nord in Gütersloh

3. Platz 2.000 Euro Hauptschule Gevelsberg

4. Platz Erich-Kästner-Schule in Bergheim, Ganztagshauptschule

5. Platz Martin-Luther-Schule in Herten, Hauptschule

6. Platz Hauptschule Am Stoppenberg in Essen

7. Platz Albert-Schweitzer-Schule Nümbrecht, Hauptschule

8. Platz Brodhagenschule in Bielefeld, Hauptschule

9. Platz Gemeinschaftshauptschule im Herxfeld in Sassenberg

10. Platz August-Macke-Schule – Europaschule in Bonn, Hauptschule

Bei der Bewertung berücksichtigte die Jury die jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen wie das wirtschaftliche und soziale Umfeld der Schulen. Ausgezeichnet wurden vor allem Schulen, die nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung betreiben, die sich in Netzwerke – auch mit außerschulischen Partnern – einbinden und denen es gelingt, auch unterschiedliche Schülergruppen gezielt zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt der Juryentscheidung lag auf der Förderung der Berufsorientierung und der Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos und Herausgeber der Südwestfalen-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist erreichbar unter: [email protected]

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