Junge MenschenSoestSoziales und Bildung

Einsatz für Menschenrechte und Toleranz mit künstlerischen Mitteln

Kreis Soest. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse O1 der Don-Bosco-Schule, Förderschule des Kreises Soest mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in Lippstadt, haben sich in diesem Schuljahr für den Frieden engagiert und gemeinsam mit einer lettischen Schülergruppe ein Menschenrechtsprojekt durchgeführt. Sie stellen das Projektergebnis am Donnerstag, 16. Mai 2013,11 Uhr, auf dem Platz vor dem Bernhard-Brunnen in Lippstadt im Beisein der lettischen Partnerschule öffentlich vor.

Es handelt sich dabei um die künstlerische Gestaltung eines Gedichts von Hans Magnus Enzensberger zum Thema Diskriminierung. Unterstützt wurden sie dabei von dem Sendenhorster Künstler Jürgen Krass. Der Lippstädter Bürgermeister Christof Sommer eröffnet die Präsentation des Kunstprojekts mit einem Grußwort.

Ausgangspunkt bildete die Auseinandersetzung mit dem Schicksal einer Lippstädter jüdischen Familie und ihrem gewaltsamen Tod in Riga. Bei einem Besuch der Gedenkstätte Bikernieki in Lettland haben sich die lettischen und deutschen Schülerinnen und Schüler mit der Frage der Aussonderung und Tötung von Menschen aus politischen, religiösen und rassistischen Gründen auseinandergesetzt. Sie haben vor dem Hintergrund der unzähligen Opfer des Nationalsozialismus die Bedeutung der Menschenrechte erfasst. Mit künstlerischen Mitteln wollen sie sich nun gemeinsam für Toleranz, Akzeptanz und Menschenrechte einsetzen.

Das Projekt wurde möglich durch finanzielle Unterstützung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und ihrem Programm Europeans for peace. Im Rahmen dieses Projekts haben die Schülerinnen und Schüler als stellvertretenden Zeitzeugen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Winfried Nachtwei interviewt. Dieser hatte sich sehr für die Einrichtung einer Gedenkstätte in Lettland eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich erfolgreich an einem Wettbewerb zur Gestaltung einer Gedenkstätte für Euthanasie-Opfer beteiligt und wurden in Berlin für ihren Beitrag ausgezeichnet.

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