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Fachtag zum neuen Bundeskinderschutzgesetz

Kreis Soest (kso.2012.01.12.009.-rn). Mit Jahresbeginn ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Ein guter Grund, betroffene Akteure zu informieren. Diesem Zweck dient der Fachtag „Trotz allem: Großwerden gelingt! Gemeinsame Erarbeitung eines Kinderschutzkonzeptes“ am Montag, 30. Januar 2012, 9 Uhr, in der Soester Stadthalle. Organisatoren sind die Lokalen Bündnisse für Familie, das Kreisjugendamt Soest, die Katholischen Kindertageseinrichtungen Hellweg und Kreisverband Soest des Kinderschutzbundes.

Nach der Begrüßung durch Landrätin Eva Irrgang referiert Dr. Thomas Meysen, Fachlicher Leiter des Deutschen Institutes für Jugendhilfe und Familienrecht, über das Bundeskinderschutzgesetz. Er geht dabei auch auf die Intention des Gesetzgebers ein. Frühe Hilfen für Eltern und Kinder sind insbesondere geeignet, das Aufwachsen gelingen zu lassen und den Schutz von Kindern zu sichern. Mit dem Gesetz sollen vor allem Kleinkinder vor Vernachlässigung, Verwahrlosung, Gewalt und Missbrauch geschützt werden. Auch ist es künftig möglich, bei Handlungsbedarf schneller einzugreifen. Die Abschottung einzelner Bereiche, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, die in der Vergangenheit immer wieder für Probleme gesorgt haben, soll so überwunden werden. Dr. phil. Kathinka Beckmann, Fachhochschule Koblenz, informiert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Themenfeld „Gemeinsam das Kindeswohl schützen“. Sie hat dabei das Zusammenwirken aller Akteure im Blick.

Der Nachmittag zielt darauf ab, in vier Themenforen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zu beteiligen. Das  Forum 1, das Dr. phil. Kathinka Beckmann mit einem Impulsreferat eröffnet, beschäftigt sich mit der Frage „Wie viel Sicherheit braucht ein Kind?“. Im Forum 2 steht die Fragestellung „Wie viel Gesundheit braucht ein Kind?“ im Mittelpunkt. Dort leitet Dr. med. Michael Thiemeier, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Stadt Soest, ein.

„Wie viel Entwicklungsförderung braucht ein Kind?“ Darauf suchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Forum 3 Antworten. Das Impulsreferat hält Professor Dr. phil. Rainer Dollase, Professor für Psychologie an der Universität Bielefeld. Hans Meyer, Jugenddezernent beim LWL-Landesjugendamt startet mit seinen Anmerkungen das Forum 4. Dieses wirft die Frage auf „Wie viel Geld braucht ein Kind?“.

Erklärtes Ziel ist es, in den jeweiligen Foren drei Kernaussagen zu erarbeiten, um sie dem Plenum zu präsentieren. Diese sollen Ausgangspunkt einer weiteren Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Kinderschutzkonzept in vier kleineren Arbeitsgruppen sein. Die Arbeitsgruppen rekrutieren sich aus den Foren.

Der Fachtag richtet sich an alle Akteure aus dem Jugendhilfe-, Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich. Anmeldungen sind erwünscht und mit Angabe des gewünschten Themenforums per E-Mail an [email protected] zu richten. Die Anerkennung der Tagung als Fortbildung ist durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe erfolgt. Sie wurde mit sechs Fortbildungspunkten bewertet.

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