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Kampf gegen die Herkulesstaude hält weiterhin an

Riesenbärenklau weiter im Visier

Kreis Soest – Seit zehn Jahren bekämpft der Kreis Soest die Bestände des Riesenbärenklaus an den Fließgewässern im Kreisgebiet, die sich in der Unterhaltung des Kreises befinden. An der Heve im Arnsberger Wald, an der Möhne und auch im Einzugsgebiet der Ahse ist die Anzahl der Pflanzen deutlich zurückgegangen. Um weitere Maßnahmen planen zu können, fragt das Sachgebiet Wasserwirtschaft: „Wer kennt Riesenbärenklau-Bestände an Gewässern im Kreis Soest?“

Herkulesstaude an der Möhne bei Rüthen Foto: Werner Leifert

Die schwimmfähigen Samen der Herkulesstauden verbreiten sich besonders gut an den Gewässern, an denen die gewaltigen Pflanzen die heimische Vegetation verdrängen. Die besondere Gefährdung liegt allerdings in der Giftigkeit der Pflanze. Photosensibilisierende Substanzen (Furanocumarine) sind in der Pflanze enthalten. Diese können bei Hautkontakt insbesondere in Kombination mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Die Folge sind Rötungen, Hautentzündungen oder Reizungen, die bis zu Verbrennungen zweiten Grades führen können. Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufschocks können die Folge des Umgangs mit den Pflanzen sein. “Daher ist es besonders wichtig, der Ausbreitung des Riesenbärenklaus Einhalt zu bieten”, appelliert Annette Kühlmann, Expertin aus der Wasserwirtschaft des Kreises Soest.

Die Bekämpfung der Herkulesstaude ist äußerst schwierig. Mähen ist zwecklos, da die Pflanze immer wieder aus einer kräftigen Rübe austreibt und das Mähen lediglich zu einer Verzögerung der Blüte führt. Eine wirksame Methode ist das Durchstechen der Wurzelrübe 10 bis 15 Zentimeter unter der Bodenoberfläche mit einem Spaten. Blütendolden die bereits reife Samen besitzen, sollten in Folien verpackt und vernichtet werden, um eine weitere Verbreitung der acht bis zehn Jahre keimfähigen Samen zu verhindern. Alle Arbeiten sollten nur mit entsprechender Schutzkleidung (vollständige Bekleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille mit seitlichem Schutz) durchgeführt werden, um Verbrennungen der menschlichen Haut zu vermeiden. An jeder der verblühten Pflanzen hängen bis zu 50.000 Samen, die darauf warten, vom nächsten Hochwasser oder vom Wind verbreitet zu werden.

Daher appelliert die Wasserwirtschaft des Kreises, Standorte von Herkulesstauden unter der Telefonnummer 02921/302213 oder der E-Mail-Adresse [email protected] der Wasserwirtschaft zu melden. Weitere Informationen zur Herkulesstaude und Bekämpfungsmöglichkeiten auch auf der Internetseite www.landwirtschaftskammer.de der Landwirtschaftskammer NRW.

Quelle: Kreis Soest

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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