Soest – Größer als erwartet war der Zulauf zu der Informationsveranstaltung zum Thema Patientenverfügung. Die Diakonie und der Sozialdienst Katholischer Frauen Soest hatten dazu ins Marienkrankenhaus eingeladen. Weil nicht alle Besucher Platz fanden, haben sich die Organisatoren entschlossen, die Veranstaltung kurzfristig am 11. November zu wiederholen.

Die Teilnehmer vor Ort erlebten spannende 90 Minuten, in denen zunächst Amtsgerichtsdirektor a.D. Helmut Ismar über rechtliche Aspekte der Patientenverfügung referierte. Wichtiger Punkt war, dass eine Patientenverfügung auch ohne notarielle Beurkundung wirksam ist, während eine vermögensrechtliche Vollmacht in der Regel der Beurkundung bedarf. Chefarzt Prof. Dr. Markus Flesch (Marienkrankenhaus Soest) unterstrich die Bedeutung der Einsetzung eines Bevollmächtigten. Dieser kann ganz anders als eine allgemeine Festlegung in schriftlicher Form in der konkreten Notsituation im Sinne des Patienten entscheiden. Wichtig war den Referenten: Auch ohne Patientenverfügung ist ein würdevolles Lebensende möglich.

Die Organisatoren freuten sich über das unerwartet starke Interesse an dem wichtigen Thema, konnten sich aber gleichzeitig nur entschuldigen, dass aus Sicherheitsgründen nicht mehr Interessenten eingelassen werden konnten. Alternativ wird nun der Vortrag am Dienstag, 11.11.2014, um 16 Uhr wiederholt werden. Diesmal ist sicherheitshalber eine Anmeldung über das Sekretariat der Abteilung für Innere Medizin des Marienkrankenhauses erforderlich – Telefon 02921/391-1101. Die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen auf 80 Personen begrenzt.

Text: Marienkrankenhaus Soest

Südwestfalen Nachrichten | Am Puls der Heimat.

Ihr Kommentar zum Thema