Bad Sassendorf – Schulleitungen und Steuergruppenmitglieder sowohl aus Schulen im Aufbau als auch aus Schulen, die sich derzeit im Transformationsprozess befinden sowie aus Förderschulen nahmen jetzt gemeinsam an einer Fachtagung der Bildungsregion Kreis Soest auf Haus Düsse in Bad Sassendorf teil. Ziel war es, gemeinsame Übergangs- und Einstiegskonzepte zu entwickeln.

Der Schulkonsens NRW aus dem Jahre 2011 hat die Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen und damit auch im Kreis Soest nachhaltig verändert. Schüler aus nahezu allen Hauptschulen und vielen Realschulen werden zunehmend die Sekundarschule als neue Schulform des längeren gemeinsamen Lernens besuchen. Der Umstrukturierungsprozess stellt die neuen Schulen im Aufbau und die Schulen, die Schritt für Schritt auslaufen, vor neuartige Herausforderungen.

Die Teilnehmer haben auf der Fachtagung diese Herausforderungen auslaufender Schulen und die Systeme und Konzepte der neuen Schulen vorgestellt und erste Erfahrungsberichte präsentiert.

Wie kann mit dem Verlust an Flexibilität durch kleiner werdende Kollegien umgegangen werden? Welche Elemente einer langjährig entstandenen Schulkultur können gewinnbringend in neue Systeme integriert werden? Intensiv wurden solche und ähnliche Fragestellungen diskutiert. Im Mittelpunkt stand der Austausch zu der Frage, wie die Erfahrungen und bewährten Konzepte der auslaufenden Schulen in die Systeme und Strukturen der neuen Schulen integriert werden können.

Als gemeinsamer Anknüpfungspunkt kristallisierte sich auch bei dieser Fachtagung der Bildungsregion Kreis Soest der Umgang mit den Herausforderungen des Gemeinsamen Unterrichts heraus. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie Inklusion als Bestandteil des schulischen Entwicklungsprozesses gestaltet werden kann (Foto: Achim Schmacks/Kreis Soest).

Als gemeinsamer Anknüpfungspunkt kristallisierte sich auch bei dieser Fachtagung der Bildungsregion Kreis Soest der Umgang mit den Herausforderungen des Gemeinsamen Unterrichts heraus. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie Inklusion als Bestandteil des schulischen Entwicklungsprozesses gestaltet werden kann (Foto: Achim Schmacks/Kreis Soest).

In wechselnden Teaminterviews wurden Gemeinsamkeiten der Arbeit als eine verbindende Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit beschrieben. Ein wertschätzendes Miteinander gilt hierfür als wesentliche Voraussetzung. Ein gleichberechtigter Dialog kann ganz wesentlich den Einstieg in eine neue Schule erleichtern. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Suche nach Ansatzpunkten für eine gemeinsame Weiterentwicklung. Die Lehrerinnen und Lehrer formulierten dabei Standards zur Sicherstellung von Synergieeffekten.

„Als gemeinsamer Anknüpfungspunkt kristallisierte sich auch bei dieser Fachtagung der Bildungsregion Kreis Soest der Umgang mit den Herausforderungen des Gemeinsamen Unterrichts heraus“, erläutert Achim Schmacks vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises Soest, das die Tagung organisiert hat. „Die Frage, wie Inklusion als Bestandteil des schulischen Entwicklungsprozesses gestaltet werden kann, sahen die Teilnehmer als eine wesentliche Dimension des Zusammenwachsens von alten und neuen Systemen an.“

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