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Kooperationsvereinbarung zwischen Jugendamt und Polizei

Warstein – Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, vor Vernachlässigung, Misshandlung und jeglicher Form von Gewalt geschützt zu werden. Um diese gesellschaftliche Aufgabe noch besser erfüllen zu können, haben die Jugendämter der Stadt Lippstadt, Stadt Soest, Stadt Warstein und das Kreisjugendamt mit der Kreispolizeibehörde Soest eine „Kooperationsvereinbarung zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Kinderschutz“ geschlossen. „Das ist eine gute Sache“, urteilt Jörg Lewe, Leiter des Sachgebiets Jugendhilfe der Stadt Warstein, „die Zusammenarbeit mit der Polizei funktioniert auf der Arbeitsebene bereits sehr gut, jetzt ist sie auch strukturell geregelt.“

Das Innenministerium des Landes NRW hatte nach den Vorfällen von Lügde darauf gedrängt, die Kooperation zwischen der Polizei und der Jugendhilfe zu verbessern. Aus diesem Grund fand im Herbst 2019 im Kreishaus Soest eine „Sicherheitskonferenz“ statt. Als Resultat entstand die Idee, dass die Jugendämter des Kreises Soest und die Kreispolizei künftig verstärkt zusammenarbeiten.

„Unser Bürgermeister Thomas Schöne hat sich nachdrücklich für die Vereinbarung stark gemacht“, erinnert sich Jörg Lewe. „Er war es auch, der auf eine entsprechende Kooperationsvereinbarung des Hochsauerlandkreises aufmerksam geworden ist. Diese diente dann als Basis für die jetzt vorliegende Kooperationsvereinbarung im Kreis Soest, die mit allen vier Jugendämtern im Kreis Soest und der Polizei in mehreren Videokonferenzen abgestimmt wurde.“ Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Warstein wird hierüber in der nächsten Sitzung unterrichtet.

Ziel der Vereinbarung ist der verbesserte Kinderschutz unter anderem durch verbesserten Austausch zwischen Jugendamt und Polizei, nicht nur bei sexuellem Missbrauch. In diesem Rahmen sollen die Kommunikationswege zwischen Polizei und Jugendämtern klar geregelt werden, um einen schnellen Austausch zu ermöglichen. Zudem lernen beide Seiten die jeweiligen Arbeitsgrundlagen der anderen Profession gut kennen, um zu wissen, wer wann welche Aufgaben übernimmt. „In regelmäßigen Treffen zwischen Jugendamt und Polizei werden wir gemeinsam die Lage beurteilen und weiter an den Kommunikationswegen arbeiten“, so Jörg Lewe. Aktuelle geplante Änderungen auf Bundesebene beim Kinderschutz sollen es künftig einfacher machen, sich auszutauschen. „Bislang ist der Datenschutz ein großes Hemmnis. Hierzu wird das Kinder- und Jugendstärkungsgesetzt vermutlich im Mai verabschiedet, mit dem der Austausch auf dem kurzen Dienstweg untermauert wird“, erläutert Lewe.

Auch Bürgermeister Thomas Schöne ist froh über die jetzt geschlossene Vereinbarung: „Es ist mir ein großes Bedürfnis, Kinder und Jugendliche noch besser zu schützen. Dafür müssen die beteiligten Institutionen Hand in Hand arbeiten, und diese Kooperation muss von den Leitungen initiiert und forciert werden. Diese Kooperationsvereinbarung ist ein Meilenstein für den Jugendschutz.“

Quelle: Stadt Warstein

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: [email protected] für unsere Leser erreichbar.

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