Stadtwerke Werl geben Hinweise für Adventsbeleuchtung

Werl – Die Stadtwerke Werl möchten ihre Kunden zu den Festtagen noch einmal für die Sicherheit ihrer Weihnachtsbeleuchtung sensibilisieren. Bereits kleine Helfer wie Gütesiegel, FI-Schalter oder Rauchwarnmelder können stimmungsvolle Beleuchtung sicherer machen und Kurzschlüsse und Brände vermeiden. „Weil Lichterketten mittlerweile ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit sind, unterschätzen viele die Gefahr, die von defekter oder falsch bestückter Dekoration ausgeht“, sagt Stadtwerke-Energieberater Ralf Lülf. „Auch halb abgebrannte Kerzen in trockenen Adventsgestecken können mitunter fatale Folgen haben.“

Bei der Adventsdekoration sollte deswegen das alte Tannengrün regelmäßig gegen frisches ausgetauscht und jede Kerze mit einer Wachsauffangschale aus nicht brennbarem Material bestückt werden. Wer stets einen Behälter mit Wasser in der Nähe von brennenden Kerzen hat, kann außerdem im Notfall schnell eingreifen.

Die Sicherheit von Lichtschläuchen oder -ketten beginnt schon beim Kauf. Weihnachtsdekoration unbekannter Herkunft ist oft nicht auf mögliche Gefahren hin überprüft worden. Defekte Glühlampen oder überhitzte Kabel können deswegen schnell zu Schwelbränden führen. „Darum gibt es in Europa das anerkannte Prüfsiegel GS oder das VDE-Zeichen“, sagt Ralf Lülf. „Die Zeichen garantieren, dass die Lichterkette den europäischen Sicherheitsvorschriften entspricht und bedenkenlos an den Tannenbaum gehängt werden kann.“ Wer Weihnachten auf alte Leuchtmittel aus den vergangenen Jahren zurückgreift, sollte darauf achten, dass er defekte Glühlampen nur durch Lämpchen mit identischer Leistung ersetzt. Andernfalls können sich die Glühlämpchen aufheizen und umliegendes Material in Brand setzen.

Energieberater Ralf Lülf (Foto: Isabella Thiel)

Energieberater Ralf Lülf (Foto: Isabella Thiel)

„Diese Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig, trotzdem lässt sich natürlich nicht 100-prozentig ausschließen, dass eine Lichterkette doch mal defekt ist“, sagt Lülf. Für Zusätzliche Sicherheit sorgt deswegen der „Fehlerstromschutz-“, oder kurz „FI-Schalter“. Diese Schalter überwachen den Isolationszustand der elektrischen Anlagen und angeschlossenen Elektrogeräte und unterbrechen sofort die Stromzufuhr, wenn sie dabei Abweichungen feststellen. FI-Schalter können vom Elektrofachmann auch noch nachträglich in die Steckdosen integriert oder als transportable Variante wie ein Adapter zwischen Lichterkette und Steckdose gesetzt werden.

Kommt es trotz aller Vorsicht dennoch zu Unfällen mit Strom- oder Feuer, können Rauchmelder Alarm geben und die Hausbewohner rechtzeitig vor der Gefahr warnen. Auch beim Kauf dieser wertvollen Lebensretter sollte stets auf die Qualität geachtet werden. Die Stadtwerke-Experten empfehlen Rauchmelder mit VdS-Prüfzeichen oder einer Zertifizierung durch den TÜV oder dem Kriwan-Testzentrum. Doch egal welcher Rauchmelder unter der Decke hängt – wichtig ist, dass die Batterien der Geräte regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls ausgewechselt werden.

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