Aufgrund der Wetterverhältnisse schütteln die Bäume ihre Blätter gefühlt alle gleichzeitig ab – Kolonnen und Fuhrpark aufgestockt, um 1.000 Tonnen Laub Herr zu werden

Iserlohn/Hemer – Das Wetter macht’s! Seit Ende Oktober umgibt die Region ein Hochdruckgebiet, mit viel Trockenheit in der vergangenen Woche und immer wieder aufkeimenden Böen. Die Bäume werfen ihre Blätter in Massen ab, für Holger Boehnert „kommt dabei gefühlt alles auf einmal herunter“. Der Vorstand und die Mitarbeiter im Bereich Straßenreinigung des Märkischen Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer (SIH) haben mit rund 1.000 Tonnen Laub alle Hände voll zu tun.

Zahlreiche Anfragen zur Laubbeseitigung erreichen den SIH. „Wir kehren, fegen und pusten das Laub mit Maschinen im Akkord von den Straßen und Wegen“, so Boehnert, „wir haben deshalb die Kolonnen personell bereits aufgestockt.“ 25 Mitarbeiter aus der Stadtreinigung haben 35 Kollegen aus dem Bereich Grünflächenunterhaltung an die Seite gestellt bekommen. Außerdem sind nicht nur alle Kehrmaschinen im Einsatz, SIH-Techniker Jens Draack hat sogar eine zusätzliche Kehrmaschine angemietet. „Daneben sind vier große an Fahrzeugen angehängte Laubsauger in Iserlohn und Hemer unterwegs“, erklärt Draack zwischen Einsatz- und Routenplanung. Im Fokus sind bei den Reinigungsarbeiten neben den Standards Straßen und Gehwegen (ohne Anliegerreinigungspficht) Parkanlagen, Schulen, Kindergärten, Rasenflächen und Straßenbegleitgrün. „Da kommen ruckzuck 1.000 Tonnen Laub zusammen!“ Deshalb wird aktuell auch beim SIH qualifiziert geprüft, ob und wie sich eine Verwertung des Laubs als Brennstoff nutzen lassen kann.

Aber das ist längst nicht alles. Draack: „Man muss auch bedenken, dass die Anlieger hunderte Tonnen zusammentragen.“ Wenn die Bürgerinnen und Bürger ihre Bereiche „entlauben“ gibt es allerdings auch einiges zu beachten: „Laub darf nicht in den Rinnstein gekehrt werden um nicht den Wasserablauf zu behindern und die Straßeneinläufe zu verstopfen.“ Dafür lässt sich Laub im eigenen Garten hervorragend kompostieren. Wer keinen eigenen Komposter besitzt, kann sein Laub im Stadtgebiet Iserlohn an 40 Standorten mit fast 100 Containern in Direktanlieferung entsorgen, während für die Hemeraner der Bringhof an der Englandstraße (Öffnungszeiten: montags bis mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr) zur Verfügung steht. Gleiches gilt für die Iserlohnerinnen und Iserlohner, wenn die Container beispielsweise an Wochenenden an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. In Letmathe öffnet der Bringhof an der Untergrüner Straße 18 montags und dienstags sowie donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr, der Bringhof in Iserlohn (Corunnastraße 50) kann dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr angefahren werden.

Jens Draack, beim SIH als Techniker für den Bereich Straßenreinigung zuständig (Foto: Märkischer Stadtbetrieb Iserlohn Hemer AöR).

Jens Draack, beim SIH als Techniker für den Bereich Straßenreinigung zuständig (Foto: Märkischer Stadtbetrieb Iserlohn Hemer AöR).

Neben den Bringhöfen gibt es aber noch bei der Firma Lobbe in Iserlohn-Sümmern (Hegestück 20) eine weitere Entsorgungsgelegenheit für die Selbstanlieferung von größeren Mengen. Für Privatanlieferer ist jede Anlieferung bis 500 Kilogramm kostenlos. Die Annahmezeiten sind freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 13.30 Uhr. Auch Grünabfallsäcke können genutzt werden. Diese sind in den Rathäusern und für das Stadtgebiet Iserlohn zusätzlich bei den Bringhöfen erhältlich. Die gefüllten Laubsäcke werden an bestimmten Tagen am Grundstück eingesammelt. Diese Abfuhr am Grundstück muss angemeldet werden. Für die Stadt Hemer gibt es hier weitere Informationen, Iserlohnerinnen und Iserlohner können sich hier informieren.

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