Menden – Susanne Gerlings aus dem Kulturbüro der Stadt Menden setzt mit ihrer Auswahl an fünf Theaterstücken wieder auf großartige Schauspieler: Jochen Busse, Billie Zöckler, Jutta Speidel, Saskia Verster, Hardy Krüger jr., Doris Kunstmann, Heio von Stetten und viele mehr werden im Großen Saal der Wilhelmshöhe auftreten. Mit einer gelungenen Mischung aus großem Schauspiel und vergnüglicher Komödie hat sich das Theater-Abonnement auf der Wilhelmshöhe Menden schon lange einen festen Platz in der Publikumsgunst geschaffen. In der neuen Theaterspielzeit soll der Erfolgskurs mit viel Fernsehprominenz fortgesetzt werden. Durch ein Abonnement können noch feste Sitzplätze für diese fünf hochkarätigen Gastspiele auf der Wilhelmshöhe erworben werden.

Quelle: Stadt Menden

  • Sonntag, 15. Oktober 2017, 19.00 Uhr
    „Der Pantoffel-Panther“

    Hasso Krause (Jochen Busse) hat ein Problem. Seine Firma für den Import und Vertrieb von „Dellaponte-Schuhen“ ist pleite. Um an Geld zu kommen, hat er seine Lebensversicherung aufgelöst und sich so an der Börse verspekuliert, dass er nun auf einem Riesenberg Schulden sitzt. Würde ihn sein gutmütiger Freund nicht ständig unterstützen, wäre der finanzielle Supergau schon längst eingetreten. Für seine warmherzige Gattin Röschen (Billie Zöckler), die von Kreuzfahrten auf der MS Europa und einem Ferienhaus an der Amalfi-Künste träumt, spielt er jedoch immer noch den fleißigen Ernährer, der morgens das Haus verlässt und abends um 17 Uhr heimkommt. In Wirklichkeit erledigt er in dieser Zeit Hilfsjobs der eher skurrilen Art.

  • Dienstag, 07. November 2017, 20.00 Uhr
    „Josef und Maria“

    Ein ganz normaler Weihnachtsabend. Einschmeichelnde Werbeslogans verklingen, dann eine letzte, un- persönliche Durchsage für das Personal. Betriebsschluss im Kaufhaus. Eine Dame betritt den Personalraum, zieht sich um, legt die elegante äußere Schale ab. Maria (Jutta Speidel) ist Aushilfsputzfrau. Josef (August Schmölzer) kommt dazu, Wachmann, sichtlich froh, einen Menschen zu finden in der Einsamkeit dieser Nacht. Zögerlich erst kommen die beiden ins Gespräch und erzählen einander von den Stationen ihres Lebens. So entsteht das bewegende Portrait zweier einsamer Menschen am anderen Ende der Wohlstandsgesellschaft, die schließlich versuchen, einander gegenseitig in einem spontanen, illegalen „Fest der Liebe“ etwas von jener Wertschätzung zukommen zu lassen, die ihnen die konsumorientierte Mitwelt versagt.

  • Samstag, 27. Januar 2018, 19.00 Uhr
    „Was dem einen recht ist“

    Patricia (Saskia Vester) ist seit 30 Jahren glücklich verheiratet. Doch ausgerechnet auf der Geburts- tagsparty zu seinem Sechzigsten belehrt sie ihr Mann Paul (Norbert Heckner), ein erfolgreicher Chirurg, eines Besseren: Vor der Partygesellschaft gibt er bekannt, auf der Stelle in ein neues Leben starten zu wollen. Und das natürlich nicht allein, sondern mit einer 29jährigen Krankenschwester. Ein Glück, dass Patricia gute Freundinnen hat, die sie auffangen. Wobei der Umstand „älterer Mann mit wesentlich jüngerer Frau“ zumindest moralisch keine Rolle spielt. Ganz anders sieht es natürlich dagegen aus, als Patricia dann ihrerseits einen um viele Jahre jüngeren Mann kennen lernt. Eine treffsichere Midlife-Crisis-Komödie, die sich erfrischend offen mit überkommenden Vorurteilen und verlogenem Vorzeige-Glück auseinandersetzt.

  • Dienstag, 20. Februar 2018, 20.00 Uhr
    „Arthur & Claire”

    Der Sportlehrer Arthur (Hardy Krüger jr.) leidet unheilbar an Krebs und hat sich in Amsterdam für ein letztes „Festmahl“ ganz alleine in ein Hotelzimmer zurückgezogen. Am nächsten Tag wird er in einer Ster- beklinik seinem Leben ein würdevolles Ende setzen. Alles ist friedlich. Nur die laute Musik aus dem Nachbarzimmer stört. Arthur geht rüber, um sich zu beschweren und macht die Bekanntschaft der jungen Claire (Eva-Maria Grein von Friedl), die gerade dabei war, sich einen Strick um den Hals zu legen. Arthurs Lebensgeister erwachen. Eine Auseinandersetzung über den Sinn des Lebens mündet in den Kompromiss, den letzten Abend gemeinsam zu verbringen. Eine wunderbare Komödie über zwei Selbstmordkan- didaten, die das Schicksal zusammenführt.

  • Dienstag, 13. März 2018, 20.00 Uhr
    „Bella Figura“

    Boris (Heio von Stetten) will mit seiner Geliebten Essen gehen und seine Frau soll natürlich nichts von seiner Affäre merken. Aber dann passiert ihm ein echter Fauxpas: Im Plauderton erzählt er seiner Liebschaft, dass seine Frau ihm ein Restaurant empfohlen hat. Die Situation spitzt sich zu, als Françoise, eine gute Freundin von Boris’ Frau, mit ihrem Mann Eric und dessen Mutter Yvonne (Doris Kunstmann) auftaucht, um den Geburtstag der alten Dame mit einem feinen Essen zu begehen. Binnen kürzester Zeit geraten alle Beteiligten in einen fatalen Strudel aus Vorwürfen, Behauptungen und Beschuldigungen. Die bitter-unterhaltsamen Szenen aus der Paar- und Gesellschaftshölle zeigen in dieser Beziehungsdramödie auf das Schönste, wie die mühsam aufrecht erhaltende Fassade des guten Benehmens zu bröckeln beginnt.

Im Kulturbüro der Stadt Menden können noch wenige Theaterabonnements für die Spielzeit 2017/2018 erworben werden. Ab 01.10.17 gehen die Karten außerhalb des Abos für die Einzelveranstaltungen in den freien Verkauf (VVK zwischen 10,- und 17,- €). Infos und Karten: 02373 / 903-8753. Weitere Infos auch unter www.menden.de.

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de erreichbar.

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