Lüdenscheid Am 28.11.2018 kam es im Märkischen Kreis zu insgesamt 12 Anrufen von falschen Polizeibeamten. Acht Mal versuchte es der oder die unbekannten Täter in Lüdenscheid, drei Mal in Neuenrade und ein Mal in Werdohl. Bei einem Versuch in Lüdenscheid war er leider erfolgreich. Eine 78-jährige Geschädigte wurde am 28.11.2018, gegen 22.30 Uhr, von einer männlichen Person angerufen. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus. Es folgte die übliche Masche “… in der Nachbarschaft wurde eingebrochen, zwei Täter wurden festgenommen, zwei Täter seien aber noch flüchtig und diese hätten es auf ihr Bargeld abgesehen. Weiterhin solle sie alle Fenster und Türen schließen. Sofern sie Bargeld habe, sollte sie es vorzeigen, damit die Polizei es abfotografieren könne.” Die Geschädigte wurde von dem Anrufer über einen längeren Zeitraum am Telefon hin gehalten, vermutlich damit sie nicht die Möglichkeit hatte, die richtige Polizei zu kontaktieren, bevor die Übergabe des Bargeldes erfolgte. Am 29.11.2018, gegen 00.30 Uhr, kam es dann zur Übergabe eines geringen Bargeldbetrages an eine männliche Person an der Haustür. Der Mann wird wie folgt beschrieben : – 160/165cm –
Normale Statur – Ca. 40 Jahre

Die Polizei geht davon aus, dass die Dunkelziffer der begangenen Taten kreisweit weitaus höher liegen könnte, als Fälle zur Anzeige gebracht wurden. Der gestrige Erfolg der Täter zeigt, dass es weiterhin dringend erforderlich ist, vor der Masche zu warnen. Sie richtet sich nahezu ausschließlich gegen ältere Mitmenschen. Daher ist es umso wichtiger, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit ihnen bekannten Seniorinnen und Senioren darüber sprechen, wie die Täter vorgehen. Die Täter setzen alles daran, die Senioren glauben zu lassen, dass es sich um die echte Polizei handelt. Die wichtigsten
Hinweise:

  • Die Polizei würde niemals Bargeld, Schmuck, Daten oder persönliche Dinge von Ihnen fordern. Übergeben Sie nichts an unbekannte Personen.
  • Geben Sie niemals Details zu Ihren Lebensumständen, Daten oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Fordern Sie immer eine Legitimation ein. Rufen Sie ggf. bei der Behörde, von der die vermeintliche Amtsperson stammt, selbst an. Lassen Sie die Person so lange vor der verschlossenen Tür warten.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Beim geringsten Zweifel: Rufen Sie die Polizei unter Notruf 110 an.

Quelle: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

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Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de direkt erreichbar.

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