Kierspe – Am vergangenen Sonntag konnten die Tornados aus Kierspe einen riesigen Schritt in Richtung Nordmeisterschaft machen. Mit einem knappen 3:4 konnte man in Jarmen einen Sieg gegen den bis dahin hartnäckigsten Verfolger erringen.

Knapp 550 Zuschauer waren gekommen, um das Spitzenspiel der Bundesligagruppe Nord zu sehen und sich von dem Platz – der nun für die Play-Off-Runde saniert wird –zu verabschieden.
Bereits vor dem Spiel war die Stimmung im Jarmener Fanlager durch die unverschuldete Spielverlegung sehr angespannt und Trainer Daniel Sachs musste seine Spieler darauf vorbereiten, dass man in Mecklenburg-Vorpommern nicht unbedingt als Freund empfangen wird. Dies zeigte sich auch bei der üblichen Ehrenrunde nach dem Spiel, als von einigen Fans u.a. Bierflaschen auf das Feld geflogen kamen.
Im ersten Viertel der Partie schenkten sich der amtierende Nordmeister und der Gastgeber nicht viel.

„Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Es gab Chancen auf beiden Seiten“, so Jarmens Mannschaftsleiter Roger Nast. Trotzdem konnte sich keine der beiden Mannschaften durchsetzen und so ging es mit einem 0:0 in die erste Viertelpause.

Im zweiten Viertel brachte André Ickert dann die Hausherren in Führung. „Dieses Gegentor hat uns geschockt und wir wussten, dass wir diesen Zeitpunkt jetzt nicht verschlafen dürfen. Wenn man danach erstmal mit 2:0 in Rückstand gerät, wird es ein völlig anderes Spiel“, sagte Oliver Sinn nach dem Spiel. Der erfahrene Spielmacher sollte Recht behalten und ging mit guten Beispiel voran.
Mit drei Toren gelang ihm ein schneller Hattrick und die Wendung des Spiels. Zur Halbzeit stand es dann 1:3. Roger Nast sagte dazu: „Wir haben im zweiten Viertel viel zu viele individuelle Fehler gemacht und diesen Abschnitt total verschlafen.“.

Quelle: Sebastian Schmiedel

Quelle: Sebastian Schmiedel

Von diesem Schlaf war auch zu Beginn des dritten Viertels noch etwas zu merken. Wieder war es Oliver Sinn, der zum 1:4 erhöhen konnte. Aufgeweckt von diesem Tor, zeigte sich der MSC allerdings kämpferisch und konnte – wieder durch Ickert – den alten Abstand herstellen. In die letzte Pause des Spiels ging es dann also mit einem 2:4.

Im Schlussviertel war es dann wieder Ickert der mit seinem dritten Tor den Anschlusstreffer erzielen konnte. Kurz vor Schluss hatte selbiger dann die Chance, den Ausgleich per Elfmeter herzustellen. Dies gelang Ihm allerdings nicht. Das Spiel endete mit 3:4. „Der Sieg geht allerdings in Ordnung. Tornado war einfach cleverer.“ War dann abschließend von Mannschaftsleiter Nast zu erfahren.
Gästetrainer Daniel sagte zeigte sich sehr hoch erfreut und sehr erleichtert: „Es war ein erwartet hartes und teilweise zerfahrenes Spiel und die Jungs haben alles gegeben, um die beste Ausgangsposition für nächsten Sonntag zu erreichen. Ein Unentschieden reicht uns, um Nordmeister zu bleiben. Trotzdem werden wir in Malchin alles geben, um uns gebührend aus der Gruppenphase zu verabschieden.“

Auch wenn die rot-weißen Kiersper am Sonntag gegen Malchin auf O. Potthoff, T. Pomerhans, M. Cordt und C. Häfner verzichten müssen, werden Sie eine hoch motivierte und begabte Mannschaft stellen können, denn eins ist auf dem gleichzeitig ausgespieltem Turnier in Kierspe klar geworden: „Wir haben auch in der zweiten Reihe junge und gute Talente die alles für diesen Sport und die Mannschaft geben“, so Sportleiter Bruno Kumpf.

Text: Sebastian Schmiedel 

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