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Schlieperblock nicht bei nationalen Projekten des Städtebaus berücksichtigt

Iserlohn – Mit einem neuen Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördert das Bundesbauministerium in diesem Jahr erstmals herausragende nationale und internationale Städtebauprojekte mit besonderer Wahrnehmbarkeit. Insgesamt standen 50 Millionen Euro bundesweit zur Verfügung. Der Förderschwerpunkt lag hierbei auf Denkmalensembles und baulichen Kulturgütern von nationalem Rang (z.B. UNESCO-Welterbe), energetische Maßnahmen im Quartier und Grün in der Stadt.

Insgesamt sind beim Fördermittelgeber 273 Förderanträge eingegangen. Die IGW und die Stadt Iserlohn beteiligten sich mit einem innovativen Mischnutzungskonzept, mit dem die gesamte Anlage Schlieperblock revitalisiert werden sollte. Die unwirtschaftlichen Kosten sollten hierbei durch die Bundesförderung gedeckt werden. Im Rahmen einer Jurysitzung am 10. und 11. November unter dem Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold fand das Konzept zur Nutzung des Schlieperblocks zwar eine Würdigung, gelangte jedoch nicht in den Kreis der geförderten Maßnahmen.

Im Rahmen einer Vorprüfung und der Jurysitzung durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn wurden die Projekte in drei Bewertungsstufen eingeteilt ( „0“, „+“ und „++“). Der Schlieperblock bekam hierbei ein „+“, wobei die geförderten Projekte die Wertung „++“ erhielten, befand sich also durchaus unter den besseren, beachtungswürdigen Projekten. Auch das Landesbauministerium in Düsseldorf gab im Vorfeld eine durchweg positive Stellungnahme ab und attestierte dem Konzept eine „Premium-Qualität“. Baudezernent Mike Janke hierzu: “Iserlohn hätte mit der Sanierung dieses Denkmal-Ensembles überregionales städtebauliches Aufsehen erregt. Es ist schade, dass dieses Konzept nicht den Weg in die Förderung gefunden und die Expertenjury andere Projekte auserkoren hat.“

Bei der IGW hatten sich in den vergangen Tagen infolge der Förderantragstellung auch diverse Interessenten gemeldet, die sich ein Wohnen in der sanierten Bauhaus-Architektur vorstellen könnten. Sie wurden in eine Interessentenliste aufgenommen. Weitere Auskünfte hierzu erteilt Stefan Baumann, Telefon 02371/793-137.

Die Perspektive, den Schlieperblock zu einem attraktiven, denkmalgeschützten Wohnstandort weiterzuentwickeln, soll aber dennoch nicht aufgegeben werden. Geschäftsführer Olaf Pestl betont: „Wir stehen weiterhin in engem Kontakt zu verschiedenen Förderstellen, vornehmlich auf Landesebene, und versuchen für den Schlieperblock die bestmögliche Entwicklung voranzutreiben. Der Abriss wäre dabei nur das allerletzte Mittel und aufgrund des Denkmalschutzes ohnehin mit einem langwierigen Verfahren verbunden.“

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