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Verlegung von sieben neuen Stolpersteinen in Plettenberg

Plettenberg – Am 10. Dezember 2015 werden in Plettenberg sieben weitere Stolpersteine in der Innenstadt verlegt. Mit diesen Mahnmalen erinnert die Stadt Plettenberg an ehemalige Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Seit 1995 sind in deutschen Städten und Gemeinden, aber auch im europäischen Ausland diese Steine gesetzt worden. Mittlerweile gibt es 55.000 solcher Steine in 1.430 Orten.

Die Erinnerungssteine sind aus Beton gegossen und tragen an der Oberseite eine 10 mal 10 Zentimeter große Messingtafel. In sie wird die Überschrift HIER WOHNTE und darunter der Name, die Lebensdaten und das weitere Schicksal jedes einzelnen Menschen einstanzt. Die Gedenktafeln werden vor der letzten selbst gewählten Wohnadresse der Opfer in das Straßenpflaster eingelassen.

Der Grabstein wurde um die Namen der ermordeten Ehefrau und Tochter von Max Sternberg 2008 auf Initiative der ehemaligen jüdischen Mitbürgerin Marianne Lüdeking geb. Bachrach und in enger Zusammenarbeit mit Stadtarchivarin Martina Wittkopp-Beine ergänzt (Quelle: Martina Wittkopp-Beine, Stadtarchiv Plettenberg).
Quelle: Martina Wittkopp-Beine, Stadtarchiv Plettenberg

Auch in Plettenberg wurde vor einigen Jahren mit dieser Form des Erinnerns und Gedenkens, die sich ausdrücklich im öffentlichen Raum platziert und dort wahrgenommen werden soll, ein Zeichen gesetzt.

Die Gedenksteine, die am 10. Dezember verlegt werden, erinnern an das Schicksal unserer ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürger Alice und Dina Sternberg, Helene und Alex Heilbronn sowie Jenni Heilbronn, Egon Heilbronn und ihrer kleinen Tochter Hannelore Helga Heilbronn.

Zur öffentlichen Gedenkveranstaltung sind alle Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich eingeladen. Treffpunkt ist um 12.30 Uhr an der ersten Verlegestelle vor dem Haus Wilhelmstraße 24. Hier wird Gunter Demnig zunächst die ersten beiden Steine verlegen. Fünf weitere Stolpersteine verlegt er dann in das Pflaster links vom Eingang der Stadtbücherei. Nach der Verlegung der Steine wird die Gedenkveranstaltung in der Stadtbücherei fortgesetzt. Sie wird gegen 14.00 Uhr enden.

Dort werden Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufkollegs gemeinsam mit dem Plettenberger Stadtarchiv an die Lebensgeschichten der Verfolgten erinnern.

Weitere Auskünfte erteilt Stadtarchivarin Martina Wittkopp-Beine, Telefon 02391-939845, Mail: [email protected].

Textautor: Martina Wittkopp-Beine, Stadtarchiv Plettenberg

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