Berlin – Das Unternehmen wird verkauft, Produktionsbedingungen ändern sich, Mitarbeiter müssen entlassen werden – klingt negativ, muss es aber nicht sein. Häufig sind Neuanfänge und frischer Wind der Auslöser des lange überfälligen Fortschritts. In Zeiten großer Veränderungen ist transparentes Change Management daher unerlässlich. Der Glaube daran, dass das kurzfristige Opfer langfristig positive Auswirkungen haben wird, kann den Umbau beflügeln. Voraussetzung für Zuversicht ist Storytelling: ein klarer roter Faden, der die Unternehmensgeschichte in Zeiten des Wandels erzählt. Dieser macht es möglich, den Mitarbeiter nicht nur zu erklären, was es für Erneuerungen gibt, sondern gerade auch warum sie nötig sind und wie mit ihnen umzugehen ist.

Quelle: Unsplash/ Doran Erickson

Mit “Corporate Campfires” ins Unternehmen hineinhören

Am Anfang der Veränderung steht eine Geschichte, die sowohl eine intellektuelle als auch eine emotionale Verbindung schafft. Von Anfang an muss thematisiert und begründet werden, warum das Unternehmen die gewohnte Komfortzone verlassen wird. Um diesen Plot glaubhaft erzählen zu können, ist ein Top-Down-Ansatz fehl am Platz. Denn die Mitarbeiter sind als Begleiter auf dem Weg kein Beiwerk, sondern unerlässliche Helfer, die die Werte der Umstrukturierung verkörpern. Die Change-Story muss daher gemeinsam geschrieben werden. Ein hilfreicher Schritt sind “Corporate Campfires”: In moderierten Workshops werden Erfahrungen, Hindernisse, Erfolge, Wünsche, Visionen, etc. – also die einzelnen Etappen der persönlichen Heldenreisen – gesammelt. Indem Reibungen und Hürden sowie die Unsicherheit über neue Rollen vorweg aufgegriffen werden, legen sich persönliche Widerstände einzelner Mitarbeiter und das individuelle Engagement steigt. Die gemeinschaftliche Narration über die Vergangenheit und die Identität eines Unternehmens dient anschließend als Grundlage für eine Change-Story.

Mit der Heldenreise die Change Story schreiben

Beim Change Management mithilfe des Storytelling-Ansatzes können wir die Heldenreise heranziehen um die einzelnen Phasen sowohl organisatorisch als auch kommunikativ zu strukturieren.

Quelle: Storytelling für Unternehmen

Die gewohnte Welt: Wo stehen wir als Unternehmen? Wie sieht intern wie extern unsere Komfortzone aus?
Der Ruf: Was ist der Auslöser des organisatorischen Wandels?
Die Weigerung: Welche Routinen, Prozesse und Strukturen waren besonders beliebt und müssen nun aufgegeben bzw. geändert werden? Wie können wir diese Sorge besonders anerkennen und wertschätzen, aber auch die Hintergründe für die Veränderung besonders begründen?
Der Mentor: Welche Begleiter haben wir auf diesem Weg und welche Werte vertreten diese?
Überschreiten der ersten Schwelle: Ab welchem Punkt gibt es kein Zurück mehr?
Prüfungen & Verbündete: An welchen Stellen erwarten wir Reibungen und Widerstände? Welche Verbündeten gibt es intern und extern zur Überwindung dieser Hürden?
Vordringen zur tiefsten Höhle: Wo betreten wir ggf. komplett unbekanntes / dunkles Terrain? Wie überwinden wir dieses?
Die … weiterlesen »

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