Düsseldorf – Der heutige Warnstreik von Verdi in Nordrhein-Westfalen trifft vor allem Berufstätige und Mittelständler in der Region. Der Mittelstand in NRW hält die flächendeckende Beeinträchtigung der Infrastruktur des Landes für unverhältnismäßig.

Warnstreik von Verdi – Mittelstand zeigt Unverständnis

Dazu erklärt NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW):

„Wir halten es für äußerst problematisch, dass Verdi nach gerade einmal zwei Verhandlungsrunden derart schwere Geschütze auffahren lässt und die Infrastruktur in Teilen Nordrhein-Westfalens lahmlegt. Gerade die Streiks in den Kindertagesstätten und im ÖPNV treffen zielsicher die Mitte der Gesellschaft, Erwerbstätige und junge Familien. Das so herbeigeführte Chaos unter den Pendlern ist aus unserer Sicht vollkommen unverhältnismäßig, die Zeche zahlen Pendler und Mittelständler in NRW.” Zudem sei es doch äußerst fraglich, ob die fiskalisch gebeutelten NRW-Kommunen die Forderung von Verdi nach einer Tarifsteigerung von sechs Prozent schultern könnten, so Schulte. „Die Investitionskraft der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ist vielerorts schwach. Das tarifpolitische Wolkenkuckucksheim von Verdi wird Druck auf die Kommunalabgaben ausüben und die Investitionskraft der Städte weiter schwächen. NRW muss sich zuerst von seinem Schuldenberg befreien, bevor es zum Testfeld tarifpolitischer Höhenflüge von Verdi genutzt wird.”

Dieser Artikel Warnstreik von Verdi – Mittelstand warnt vor kommunaler Überlastung stammt vom ARKM-Wirtschaftsmagazin: Mittelstand-Nachrichten.

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