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1 Million für das Herz der Soester Stromversorgung

Soest – Das Umspannwerk „Lange Wende“ ist das Herz der Soester Stromversorgung, hier wird mit einer Spannung von 36.000 Volt der Strom aus dem Übertragungsnetz entgegengenommen. Mit bis zu 80 MVA Leistung stellt das Umspannwerk mehr als doppelt so viel Leistung bereit, wie Soest benötigt. Nach rund 40 Jahren Betrieb wurden nun vorsorglich grundlegende Bauteile komplett erneuert. Innerhalb eines Jahres wurden im laufenden Betrieb zahlreiche Umbaumaßnahmen an den Schaltanlagen, der Bausubstanz und im äußeren Bereich des Umspannwerks vorgenommen. Die Stadtwerke Soest investierten dafür rund eine Million Euro in die Versorgungssicherheit.

Im inneren Bereich wurden die Schaltanlagen, die Traforegelungstechnik und die Fernwirktechnik vollständig ausgetauscht. „Die neuen Komponenten zeichnen sich dadurch aus, dass sie wartungsärmer sind, eine noch höhere Sicherheit für das Wartungspersonal bieten und eine nochmals gesteigerte Versorgungssicherheit gewährleisten“, so fasst Andreas Menne, Leiter des Netzbetriebes Strom bei den Stadtwerken, die Vorteile zusammen. Festeingebaute Leistungsschalter bedeuten in der Praxis weniger Wartungsaufwand. Durch ein neues Bedienkonzept werden mögliche Fehlschaltungen und damit Gefährdungen der Mitarbeiter noch wirksamer verhindert. Durch einzeln gekapselte Schaltfelder steigt die Versorgungssicherheit weiter an, da im Falle eines Kurzschlusses oder anderer Fehler nur kleine Bereiche vom Netz getrennt werden.

Neben diesen Zugewinnen im Bereich der Sicherheit baut die neue Technik auch wesentlich kompakter, sie benötigt nur noch rund ein Fünftel des Platzes im Vergleich zu ihrem Vorgänger. Erzielt wird dieser Vorteil durch den Wechsel von Luftisolierung hin zu einer Isolierung mit SF6-Gas. Darüber hinaus wurde mittels Lichtwellenleitkabel auch ein direkter Abgriff für die Betriebsdaten durch die Stadtwerke eingerichtet.

André Dreißen, Geschäftsführer der Stadtwerke Soest, sieht die Summe von einer Million Euro gut investiert: „Die neue Anlage beziehungsweise ihre Komponenten haben eine Lebenserwartung bis über das Jahr 2050 hinaus. Sie ist ein Zeichen unseres langfristigen Denkens. Die Stadtwerke stellen die Stromversorgung für die Soester damit auch zukünftig auf ein solides, sicheres Fundament. Mit dieser Strategie können wir unseren Kunden auch weiterhin die bundesweit überdurchschnittlich hohe Versorgungssicherheit bieten.“

Die neue Schaltanlage: Unscheinbar, aber leistungsstark und sicher. Andreas Menne, Leiter des Netzbetriebes Strom bei den Stadtwerken Soest, und André Dreißen, Geschäftsführer der Stadtwerke Soest, begutachten die Schaltanlage und tauschen sich über deren Vorteile aus (Quelle: Harald Feine/Stadtwerke Soest).
Die neue Schaltanlage: Unscheinbar, aber leistungsstark und sicher. Andreas Menne, Leiter des Netzbetriebes Strom bei den Stadtwerken Soest, und André Dreißen, Geschäftsführer der Stadtwerke Soest, begutachten die Schaltanlage und tauschen sich über deren Vorteile aus (Quelle: Harald Feine/Stadtwerke Soest).

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