Stadtverwaltung bittet Bevölkerung um Unterstützung

Hilchenbach – Die Stadt Hilchenbach bekämpft im Rahmen der Gewässerunterhaltung im Sinne von § 39 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und von § 40 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) gebietsfremde Pflanzen im Stadtgebiet. Die Bekämpfung von invasiven Arten, sogenannten Neophyten, ist ein langwieriger Prozess und steht auch dieses Jahr auf dem Programm.

Die Beseitigung der Pflanzen durch den Baubetriebshof erfolgt auf städtischen Flächen. Für die Bekämpfung der invasiven Arten auf Privatgrundstücken ist der jeweilige Eigentümer verantwortlich. Deshalb ist die Stadt Hilchenbach auf die Unterstützung der privaten Anlieger an Gewässern angewiesen. In den letzten Jahren verlief diese Zusammenarbeit reibungslos. Immer mehr betroffene Grundstückseigentümer erklären sich bereit, bei der Bekämpfung mitzuwirken und es konnten bereits erste Erfolge verzeichnet werden. Die Ausbreitung der Herkulesstaude ist im Stadtgebiet weitestgehend eingedämmt.

Nun steht die Bekämpfung des Indischen Springkrauts im Vordergrund. Da die Ausbreitung dieser Pflanze über die schwimmfähigen Samen erfolgt, ist die Bekämpfung der Ausbreitungsherde, insbesondere an den Oberläufen, von enormer Bedeutung.

Da es sich beim Springkraut um eine einjährige Pflanze handelt, reicht aus, die Samenproduktion und Samenverbreitung zu verhindern. Die Pflanzen können vor der Samenproduktion leicht herausgerissen werden, müssen aber direkt abgeräumt und entsorgt werden. Das Springkraut kann auch vor der Blüte abgemäht werden, wobei auch hier das Mähgut sofort beseitigt werden muss, da sonst bei jedem Stängelknoten neue Wurzeln gebildet werden können. Die Bekämpfung muss in den Folgejahren unbedingt fortgeführt werden, weil die Samen bis zu 7 Jahre im Boden überdauern. Deshalb dürfen die Pflanzen nicht über den Biomüll entsorgt werden. Stattdessen ist die graue Restabfalltonnen für die Beseitigung zu nutzen. Kleinere Mengen können auch verbrannt werden.

Indisches Springkraut (Foto: Stadt Hilchenbach)

Indisches Springkraut (Foto: Stadt Hilchenbach)

Hilfreich ist die im Juni 2013 von der Stadt Hilchenbach veröffentlichte Broschüre „Gebietsfremde Pflanzen im Stadtgebiet von Hilchenbach“, die Olimpia Cieslak als für die Gewässerunterhaltung zuständige Sachbearbeiterin des Fachbereichs Bauen erarbeitet hat. In dem Heft sind alle wichtigen Informationen über gebietsfremde Pflanzenarte, ihre Verbreitung und Bekämpfung anschaulich zusammengefasst. Durch die Broschüre soll die Bevölkerung informiert, sensibilisiert und zum Mitwirken aufgefordert werden.

„Jeder Einzelne kann bei dem Kampf gegen Neophyten mithelfen“, ermutigt Olimpia Cieslak ihre Arbeit zu unterstützen, denn „dieses persönliche Engagement stellt eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung her, um die Bekämpfung der Neophyten mit geringerem Aufwand und höherer Effizienz durchführen zu können.“

Die Broschüre ist kostenlos im Rathaus erhältlich und steht auch im Internet als Download zum Herunterladen unter www.hilchenbach.de nach Eingabe des Suchbegriffs Neophyten bereit.

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