Wer sich in der kommenden Saison über mehr Ertrag im Garten freuen möchte, sollte schon ab dem heurigen Spätsommer an die Errichtung eines Hochbeetes denken. Im Optimalfall bereitet man nämlich schon vor dem Winter alles für die Bepflanzung im nächsten Frühjahr vor. Ein Hochbeet punktet mit vielen Vorteilen. Kein Wunder also, dass man bereits in vielen Grünoasen in Südwestfalen die hochgestellten Beete sieht. Mit einigen Tricks kann man beim Kauf sparen und sich noch dazu über bequemeres Arbeiten im Garten freuen.

Erster Schritt: Klärung der Standortfrage

Ein Hochbeet im Garten bietet Hobbygärtnern viele Vorteile

Foto: Bildarchiv ARKM

Möchte man im Garten ein Hochbeet errichten, kommt es nicht nur darauf an, wo es am besten von den räumlichen Gegebenheiten her hinpasst. Immerhin haben Pflanzen ganz besondere Bedürfnisse, die bei jeder Sorte etwas anderes aussehen. Der perfekte Standort für ein Hochbeet ist eine Stelle, wo genügend Sonne eintrifft. Es ist allerdings nicht unbedingt notwendig, dass das Hochbeet den ganzen Tag über den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist. Rund ein Drittel der Fläche darf ruhig auch im Schatten liegen, da es Pflanzenarten gibt die direkte Sonne nicht so gerne mögen.

Wichtig in der Standortfrage ist außerdem die leichte Zugänglichkeit. Um ein Hochbeet optimal pflegen zu können, sollte man zumindest von drei Seiten zugehen können. Noch besser ist es, wenn das Hochbeet frei steht und man beim Unkrautjäten, Pflanzen und Ernten einen guten Zugang hat. Zu beachten ist außerdem bei der Standortfrage die Wasserversorgung. Am perfekten Platz kann man mit dem Gartenschlauch gießen oder diesen eine Tropf- oder Sprühbewässerung im Hochbeet anschließen.

Hochbeete in unterschiedlichen Materialien

Angebote im Bauhaus gibt es für viele verschiedene Arten von Hochbeeten. Sie werden in unterschiedlichen Größen und Materialien angeboten. Für welches man sich schließlich entscheidet, hängt vom persönlichen Geschmack und vom Budget ab. Sie sind in der Anschaffung relativ kostenintensiv, vor allen wenn man sich für hochwertige Modelle entscheidet. Dafür sind diese lange haltbar. Sparen kann man, wenn man gezielt in den Flugblättern nach Angeboten sucht. Hochbeete sind immer wieder in Aktion. Bevor man bei einem Schnäppchen zugreift, sollten jedoch die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien bekannt sein:

Ein Hochbeet aus Metall sieht schick und modern aus. Außerdem ist es sehr robust und hält lange. Meistens werden an der Wandinnenseite Isolierungen angebracht, um das Beet im Winter vor Frost zu schützen. Metall hat nämlich nicht unbedingt optimale Dämmeigenschaften. Punkte sammelt Metall außerdem in der Schädlingsbekämpfung. Bei den meisten Modellen bestehen die Wände aus durchgehenden Platten, die es für Schädlinge nahezu unmöglich machen in das Hochbeet zu gelangen.
Sowohl im Internet als auch in Bau- und Gartenmärkten ist die Auswahl an Hochbeeten aus Holz groß. Da es sich um ein natürliches Material handelt, fügt es sich meist perfekt in die Grünoase ein. Hochbeeten aus Holz gibt es in fertigen Bausätzen. Die günstigste Variante besteht aus Fichtenholz, das allerdings nicht besonders widerstandsfähig ist. Robuster sind Eiche und Robinie, dabei handelt es sich allerdings um relativ teures Holz. Widerstandsfähig und dabei nicht zu teuer sind Hochbeete aus Lärche.
Ebenfalls in Südwestfalens Gärten zu sehen sind Hochbeete aus Naturstein. Sie eignen sich perfekt für Hanglagen, da man beim Bauen auf die individuelle Lage eingehen kann. Stein ist einer der ältesten Baustoffe und gilt als besonders robust.

Die Vorteile von Hochbeeten

Es gibt viele Gründe, sich für ein Hochbeet zu entscheiden. Am besten errichtet man das Hochbeet bereits im Herbst vor der eigentlichen ersten Saison. Um den Ertrag zu steigern, füllt man nämlich verschiedene Schichten an Blättern, Erde und kleinen Zweigen ein. Diese können sich über den Winter optimal setzen und so hat man ab dem Frühjahr eine hochwertige Anbaufläche.

Dabei startet die Saison im Hochbeet schon früher als auf traditionellen Anbauflächen. Die verschiedenen Schichten und die erhöhte Lage sorgen für ausgezeichneten Klima. Die Blätter und Zweige in der untersten Schicht verrotten langsam. Dabei entsteht Wärme, die wiederum dafür sorgt, dass Pflanzen ausgezeichnet gedeihen. Darüber hinaus ist die besondere Mischung im Aufbau nährstoffreich und führt somit zu einem besseren Ertrag. Einer der großen Pluspunkte eines Hochbeets ist außerdem, dass man es auch an Orten aufstellen kann, wo sonst nichts gedeiht. Sogar auf Balkonen in Städten sind kleine Hochbeete möglich. Dann darf man sich über Tomaten, Paprika und viele andere Sorten mitten in der City freuen.

Hochbeete sind auch deshalb so beliebt, weil man besonders leicht darin arbeiten kann. Beim Pflanzen, Unkrautjäten und später bei der Ernte ist kein Bücken notwendig. In optimaler Höhe kann man in aufrechter Position die Pflege übernehmen und dabei besonders rückenschonend arbeiten. Gartenfreunde freuen sich auch darüber, dass es in Hochbeeten seltener zu Schädlingsbefall kommt. Nacktschnecken erreichen die Oberfläche nur schwer. Möchte man das Hochbeet auch vor Wühlmäusen und anderen Nagern schützen, legt man bei der Errichtung auf dem Boden ein möglichst engmaschiges Drahtnetz an.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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