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Welche Berufe sind am gesündesten?

Dass Frauen im Durchschnitt länger als Männer leben, ist allgemein bekannt. Doch welche Berufe gesundheitsfördernd und welche eher negativ für das körperliche Wohlbefinden sind, ist umstritten. Denn zum einen sind körperlich anstrengende Jobs wie etwa Installateur, Bauarbeiter oder Koch zwar belastend, sorgen aber auf der anderen Seite auch dafür, dass man ständig in Bewegung bleibt. Nicht ohne Grund sind daher Angestellte, wie etwa Bürokräfte, anfälliger für Rückenbeschwerden, Herz- und Kreislauferkrankungen oder stressbedingte Gesundheitsbeschwerden. Zwar kommen diese Erkrankungen natürlich auch bei körperlich arbeitenden Personen häufig vor, jedoch nicht so häufig wie bei geistig ausfüllenden Berufen.

In den Industrienationen ist die durchschnittliche Lebenserwartung in den letzten Jahrzenten stark gestiegen. Vor 30 Jahren wurden Mitteleuropäer im Schnitt 70 Jahre alt, heute sind es rund 76 Jahre bei den Männern und 79 Jahre bei den Frauen. Durch den medizinischen Fortschritt und die moderne Technik ist außerdem die Lebensqualität stark gestiegen. So können Senioren heute durch neue Medikamente und moderne technische Hilfsmittel wie künstliches Hüftgelenke, einen Treppenlift oder ein Hörgerät deutlich länger ein selbstbestimmtes und ausgefülltes Leben führen. Dennoch aber gibt es noch deutliche Unterschiede bezüglich der Lebenserwartung und der allgemeinen Gesundheit in den verschiedenen Berufsgruppen.

Einkommen ist wichtiger Faktor

Die Studie zeigt außerdem, dass gut verdienende Menschen im Durchschnitt länger leben. So werden Ärzte, Ingenieure und Physiker statistisch gesehen am ältesten. Lehrer und Pfarrer haben ebenfalls gute Chancen, ein hohes Alter zu erreichen.

Durch eine gute Ausbildung ist nicht nur ein besseres Arbeitsumfeld sowie ein höheres Einkommen gewährleistet, sondern auch ein gesünderer Lebensstil. Denn wer mehr verdient, der kann sich auch ein schönes Haus oder eine schöne Wohnung in einer besseren Gegend leisten. Besserverdiener geben meist auch mehr Geld für hochwertigere Lebensmittel aus, machen Sport und sorgen sich allgemein mehr um ihre Gesundheit. Wer hingegen ständig jeden Euro umdrehen muss, um über die Runden zu kommen, der kann weder viel Geld für gesunde Ernährung noch für Sport und Erholung ausgeben. Außerdem haben Personen mit einem geringeren Einkommen meist auch andere Sorgen, als sich um eine gesunde Lebensführung großartig Gedanken zu machen.

Gute Ausbildung macht den Unterschied

Die Untersuchung ergab darüber hinaus, dass gut gebildete Menschen weitaus länger leben als Personen mit durchschnittlicher Berufsausbildung. So werden Professoren etwa im Schnitt 83 Jahre alt, der „Normalbürger“ hingegen nur 77. Aufgrund des hohen Einkommens und der gesellschaftlichen Position kommen Professoren und Akademiker meist als erste in den Genuss bester medizinischer Betreuung und modernster Behandlungsmethoden. Dazu kommt noch die geistige Aktivität der Universitätsabsolventen, die meist bis ins hohe Alter anhält. Auch dies beeinflusse entscheidend die Lebenserwartung.

Doch nicht nur bei Akademikern macht sich dieser Unterschied bemerkbar, statistisch gesehen leben Angestellte und Beamte ebenfalls länger als Arbeiter. Im Durchschnitt leben Arbeiter ungesünder, sie rauchen und trinken mehr und haben dazu noch gefährlichere Jobs.
Ein gesunder Lebensstil kann aber auch bei körperbetonten Berufen zu einem deutlich längeren Leben führen. Wichtig ist, dass ein Ausgleich zur anstrengenden und teilweise auch gefährlichen Arbeit gefunden wird, dann bleibt man auch lange gesund und agil.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist parteilos und Herausgeber der Südwestfalen-Nachrichten und schreibt über Vereine, Menschen, Tourismus und die Wirtschaft. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist erreichbar unter: [email protected]

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