Hagen – Der Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Roonstraße am Samstagnachmittag wurde vorsätzlich gelegt, der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden und sitzt in der JVA ein. Beim Eintreffen der Polizei meldete sich ein Zeuge, der im Keller auf einen Mann gestoßen war, der offensichtlich im Bereich der Mülltonnen Papier in Brand gesetzt hatte. Darauf angesprochen, hatte ihn der Täter weggeschubst und sich entfernt. Die Flammen waren zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr beherrschbar, sodass der Zeuge nur noch die Feuerwehr verständigen konnte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Brandstifter um den ehemaligen Lebensgefährten einer Bewohnerin handelt. Noch während der Löscharbeiten meldete sich der 33-Jährige aus unbekannter Motivation heraus per Mobiltelefon bei der Leitstelle der Polizei, gab seinen Standort durch und ließ sich widerstandslos festnehmen. Ein Alkoholtest verlief positiv, nach eigenen Angaben hatte der Verdächtige Drogen konsumiert, sodass zwei Blutproben entnommen wurden. Insgesamt fünf Bewohner des betroffenen Hauses waren durch Rauchgase so schwer verletzt, dass sie vorsorglich über Nacht im Krankenhaus aufgenommen werden mussten. Mittlerweile sind alle Verletzten wieder zu Hause. Aufgrund der Gesamtumstände ordnete ein Richter Untersuchungshaft gegen den 33-Jährigen an, nach seiner Vernehmung kam er in die Justizvollzugsanstalt Hagen. Weitere Ermittlungen führen ein Brandermittler der Kripo und ein beauftragter Sachverständiger durch.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de

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