Iserlohn – Ein Auf und Ab der Emotionen durchlebten die Iserlohner beim Heimderby gegen Essen, denn der Tabellenletzte machte den Kangaroos über weite Strecken das Leben sehr schwer. Die von Verletzungen und Krankheiten geschwächten Gäste aus dem Ruhrpott hatten mit ihren sieben verbliebenen Akteuren nichts zu verlieren und spielten von Anfang an unbeschwert auf.

Die Kangaroos unterschätzten die Essener sicherlich und starteten nicht mit dem notwendigen Fokus so dass sie nach sechs Minuten folgerichtig mit 7:15 zurück lagen. Coach Milos Stankovic zog mit einer Auszeit die Notbremse, wusch seinen Mannen die Köpfe – und es lief plötzlich wie am Schnürchen: Angeführt von Lamar Mallory (7 Punkte) gelang den Kangaroos ein 14:4-Run und damit die Übernahme der Führung (21:19).

Kurz nach Beginn des zweiten Viertels sorgte Erik Krumme mit seinem Dreier erstmals für einen zweistelligen Vorsprung der Iserlohner (31:21, 12.Min.), allerdings hielt dies die mit viel Energie spielenden Gäste aus dem Ruhrgebiet nicht davon ab weiter um jeden Ball zu kämpfen und ihrerseits einen 10:0 Lauf zum 34:34-Gleichstand (16.Min.) zu nutzen. Insgesamt entwickelte sich ein für die Zuschauer durchaus attraktives Spiel, für das man den Essenern auf Grund der überaus engagierten Leistung großen Respekt zollen muss.

Der Ausfall des etatmäßigen Playmakers Ruben Dahmen wurde durch Kris und Malte Schwarz, sowie Viktor Ziring kompensiert. Vor allem Malte Schwarz mit 13 Assists (!!) und 16 Punkten (4/7 Dreier) hatte in diesem Spiel einen erheblichen Anteil am achten Heimsieg der Saison. Coach Stankovic wechselte viel durch und probierte damit verschiedene Konstellationen auf dem Feld, so dass auch die Nachwuchsspieler Krumme, Ziring und Buss zu vielen Einsatzminuten kamen.

Der Auftakt in den finalen Abschnitt brachte den sehnlichst erwarteten Durchbruch, mit zwei Dreiern in den ersten 56 Sekunden schraubte Malte Schwarz die Iserlohner Führung auf 73:58. Dieses 15-Punkte-Polster hatte auch länger Bestand und durch die schwindenden Kräfte der tapferen Gäste gab es zunächst weniger Erfolge aus dem Feld. Allerdings sorgte das Foulverhältnis von 22 zu 7 (39. Min.) dafür, dass die Essener immer wieder zu leichten Freiwurfpunkten (23 von 26 ) kamen. Den damit erlangten Rhythmus konnten die ETB Baskets nun auch in schwere 3 –Punktewürfe (Quote 54%!!) umwandeln und kamen so kurz vor Schluss auf 87:80 (38. Min.) heran. Aber vorallem Lamar Mallory und der sehr gute Gabriel de Oliveira konnten – mit zum Teil spektakulären Abschlüssen – den Sieg für die Kangaroos sicherstellen.

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Veröffentlicht von:

Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche ist Redakteurin bei den Südwestfalen Nachrichten. Sie ist unter redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de direkt erreichbar.

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