„Stabsfeldwebel Heinrichs, Herr Oberstleutnant, melde mich ab!“

Erndtebrück – Der Kommandeur des Einsatzführungsbereich 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann, verabschiedete Stabsfeldwebel Falk Heinrichs kürzlich in den Ruhestand. Falk Heinrichs, Mitglied des Landtages, nahm bis zu seinem erstmaligen Einzug in das NRW-Parlament am 31. Mai 2012, eine verantwortungsvolle Position im Stab des Einsatzführungsbereich 2 wahr. Mit Erreichen der besonderen Altersgrenze endete seine Dienstzeit als Soldat am Luftwaffenstandort Erndtebrück nun auch offiziell.

Alte Weggefährten dabei

Zur Überraschung des Abgeordneten fanden sich zum formalen Akt im Büro des Kommandeurs nicht weniger als 20 seiner alten Weggefährten ein. Im Rahmen der Verabschiedung skizzierte Oberstleutnant Hoffmann anekdoten- und facettenreich den Werdegang Heinrichs. 1980 trat Heinrichs zunächst als Grundwehrdienstleistender in die Bundeswehr ein. Ein Jahr später wurde er Zeitsoldat. Die Übernahme zum Berufssoldaten erfolgte dann bereits 1989. In dieser Zeit durchlief er viele verschiedene und interessante Verwendungen, wie beispielsweise als Fallschirmjäger beim Heer in Iserlohn sowie nach dem Wechsel zur Luftwaffe als Sicherungszugführer in Burbach, Hörsaalleiter an der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen und Personalberater bei der Offiziersbewerberprüfzentrale in Köln. In der Folge fungierte er bis 2008 als Wehrdienstberater in Siegen. Anschließend war Heinrichs am Luftwaffenstandort Erndtebrück bis Mai 2012 im Stab des Einsatzführungsbereich 2 eingesetzt.

Der Kommandeur des Einsatzführungsbereich 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann (r.), verabschiedete Stabsfeldwebel Falk Heinrichs (l.) kürzlich in den Ruhestand (Foto: Alexander Kehle).

Der Kommandeur des Einsatzführungsbereich 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann (r.), verabschiedete Stabsfeldwebel Falk Heinrichs (l.) kürzlich in den Ruhestand (Foto: Alexander Kehle).

„Willst Du schnell laufen, laufe alleine. Willst Du weit kommen, so laufe in der Gemeinschaft“

Im Rahmen seiner Abschiedsrede bedankte sich Heinrichs bei den Anwesenden stellvertretend für die jahrelange Unterstützung, welche er am Luftwaffenstandort in der Edergemeinde erfuhr. Speziell ging Heinrichs auf die Landratswahl im Mai 2009 ein.

„Die Möglichkeit neben dem Beruf seiner Leidenschaft für das Allgemeinwohl frönen und sogar zur Wahl antreten zu können, ist nicht selbstverständlich“, stellte Heinrichs fest. Im Folgejahr kandidierte er dann erstmalig für den Landtag. Nach der Auflösung des Landtages im März 2012 wurde Heinrichs, nach einer erneuten Kandidatur, am 13. Mai 2012 in den Nordrhein-Westfälischen Landtag gewählt. Dass Kameradschaft für den Abgeordneten ein hohes Gut darstellt, zeigt sich auch durch den Leitsatz, mit dem er sich von seinen Kameraden verabschiedete: „Willst Du schnell laufen, laufe alleine. Willst Du weit kommen, so laufe in der Gemeinschaft.“

Text: Peter Hanke

Foto: Alexander Kehle

Foto: Alexander Kehle

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