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Klein, aber oho ‒ die Zwiebel

KKH: Heilpflanze des Jahres 2015 ist ein Allrounder für die Gesundheit

Hagen – Sie zählt neben Möhren und Spargel zu den wichtigsten Gemüsen auf deutschen Äckern, ist preiswert und lange haltbar: die Zwiebel (botanisch Allium cepa). Für viele in der Küche nicht wegzudenken, verzehren die Deutschen davon jährlich etwa acht Kilo pro Kopf. Ob roh oder gegart, als Gewürz, Zutat oder eigenständiges Gericht – in ihrer Vielfalt ist die Zwiebel kaum zu überbieten. „Obendrein ist das Nahrungs- und Würzmittel ein echtes Allroundtalent für die Gesundheit“, sagt Thomas Seidel von der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hagen. Kein Wunder, dass sie vom Naturheilkundeverein NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2015 ernannt wurde.

Foto: KKH Kaufmännische Krankenkasse
Foto: KKH Kaufmännische Krankenkasse

„Zwiebeln sind kalorienarm und durch ihre vielen Nährstoffe sehr gesund“, erklärt Seidel. Sie enthalten unter anderem Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Phosphor. In der Zwiebel finden sich auch Verbindungen, die Zellwände vor freien Radikalen schützen und Gefäßschäden vorbeugen, damit vor Herzinfarkt oder auch Schlaganfall bewahren. Andere Inhaltsstoffe sorgen für eine blutfettsenkende sowie blutdrucksenkende Wirkung. Ferner haben Zwiebeln antibakterielle, entzündungshemmende, verdauungsfördernde und appetitanregende Eigenschaften.

Nachfolgend einige Einsatzgebiete der Wunderwaffe ‚Zwiebel‘ als Haus- und Heilmittel:

  • Gegen Schmerz und Juckreiz nach Wespen- oder Mückenstichen: Dazu die betroffenen Stellen mit einer aufgeschnittenen Zwiebel einreiben.
  • Zur Desinfektion von Abschürfungen und kleinen Wunden.
  • Gegen Husten: Für einen wirksamen entzündungshemmenden Hustenlöser 75 Gramm Kandis auf 100 Gramm frische Zwiebelscheiben streuen und über Nacht ziehen lassen. Vom entstehenden Zwiebelsaft dreimal täglich einen Esslöffel einnehmen.
  • Bei Ohrentzündungen: Hierzu fein geschnittene Zwiebeln in ein Tuch oder einen Teefilter geben. Das Zwiebelsäckchen über Wasserdampf erhitzen und auf das betroffene Ohr legen. Den Vorgang ein- bis zweimal wiederholen. Alternativ das Zwiebelsäckchen auf eine Wärmflasche legen und sich mit dem betroffenen Ohr etwa eine halbe Stunde drauflegen.

Noch ein wichtiger Hinweis: „Hausmittel ‒ beispielsweise mit Zwiebeln bereitet ‒ sind keine Alleskönner“, warnt Thomas Seidel. „Sollten sich Beschwerden wie Ohrenschmerzen oder Husten nicht bessern, unbedingt einen Arzt aufsuchen.“

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