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Haustüren individuell konfigurieren – so geht’s

Sicherheit, Wärmedämmung, Farbe und Form – Haustüren sind so individuell wie die Gebäude, in die sie eingesetzt werden. Mithilfe eines Haustürkonfigurators im Internet ist es möglich, in wenigen Schritten die eigene Wunschtür selbst zu gestalten. Dafür sind lediglich die einzelnen Elemente wie Farbgebung, Material und Glaseinsatz zu bestimmen sowie weitere Ausstattungen auszuwählen.

Zusammenstellung der eigenen Wunsch-Haustür

Laut Statista ereigneten sich im Jahr 2021 in Deutschland 54.236 gemeldete Wohnungseinbrüche. Damit ist die Zahl der Einbrüche zum Vorjahr (75.023) zwar gesunken. Dennoch ist sie sehr hoch, zumal es sich hier lediglich um die polizeilich erfassten Fälle handelt. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Wohnung oder das Haus gegen Einbrüche zu schützen.

Neben einbruchgeschützten Fenstern gehört dazu auch eine gut gesicherte Eingangstür. Wohnungs- und Hausbesitzer müssen aber keine Tür „von der Stange“ kaufen. Schließlich soll die Haustür auch optisch ansprechen. Türenhersteller bieten deshalb die Möglichkeit, online mithilfe eines Konfigurators Haustüren nach eigenen Wünschen zu gestalten. Die Auswahl- und Einstellungsmöglichkeiten sind groß und reichen von verschiedenen Materialien und Herstellern über unterschiedliche Farben und Türformen bis hin zu Sicherheitsfunktionen und Zubehör.

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Bei veralteten, ungesicherten Türen haben Einbrecher leichtes Spiel. Moderne Haustüren bieten einen hohen Einbruchschutz.
Quelle: pixabay.com © TheDigitalWay (CCO Creative Commons)

1. Material

Zunächst ist das Material der Tür zu wählen. Viele Hersteller bieten Türen aus unterschiedlichen Materialien an. Neben klassischem Holz stehen zumeist Aluminium und Kunststoff zur Auswahl. Die verschiedenen Werkstoffe weisen spezifische Eigenschaften auf, wie eine hohe Energieeffizienz, einen geringen Pflegeaufwand oder eine sehr gute Einbruchsicherheit.

  • Aluminium-Türen: Haustüren aus Aluminium wirken elegant und lassen sich sehr gut individualisieren. Außerdem verfügen sie über gute Energiewerte. Die pflegeleichte Oberfläche lässt sich in zahlreichen Dekor-Oberflächen und Farben konfigurieren.
  • Kunststoff-Türen: Türen aus PVC sind meist günstiger als Aluminium- oder Holztüren. Daneben sind sie besonders pflegeleicht. Hochwertige Türen aus Kunststoff bieten dank moderner Fertigungstechnik eine gute Schalldämmung und einen guten Schutz vor Einbrüchen. Dafür sollten die Türen zusätzlich mit einem Sicherheitsschloss oder einer Sicherheitsverglasung ausgestattet sein.
  • Holz-Türen: Die Klassiker sind hier nach wie vor Holztüren. Das natürliche Material Holz punktet durch seine einzigartige Maserung und die hochwertige Oberflächenstruktur. Mit entsprechenden Lacken lässt sich eine Haustür aus Holz in allen möglichen Farbtönen streichen. Eine hochwertige Lackierung erhöht gleichzeitig die Lebensdauer einer Holztür.

2. Modell

Je nach gewähltem Material stehen die unterschiedlichsten Türmodelle zur Auswahl. Neben klassischen Haustüren mit geschlossenem Türblatt gibt es Modelle mit Glaseinsätzen oder sogar Ganzglas-Türen. Türen mit Glaselementen versorgen die dahinterliegenden Räume mit Licht und verleihen dem Hauseingang eine freundliche Note. Glaseinsätze gibt es in verschiedenen Formen, etwa als Rechtecke, Quadrate, Rauten, Kreisbögen oder Bullaugen. Teilweise sind sie mit Reliefs, Edelstahl-Rahmen, -Applikationen oder -Streifen versehen.

3. Glasarten

Soll die Haustür Glaselemente bekommen, ist im ersten Schritt die Art der Verglasung zu wählen. Es gibt verschiedene Verglasungstypen, mit denen sich die Sicherheit oder die Wärmedämmung der Tür verbessern lässt. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Verbundsicherheitsglas mit einer Stärke von sechs Millimetern für eine erhöhte Einbruchsicherheit oder 2- und 3-fach Isolierverglasung gemäß DIN EN 673. Eine Sicherheits- oder Mehrfachverglasung empfiehlt sich je nach beabsichtigtem Einbruchschutz oder gewünschter Wärmeisolation.

Die Art des Glases spielt ebenfalls eine Rolle. Der eine bevorzugt Klarglas, durch das natürliches Licht in den Eingangsbereich gelangt. Der andere möchte lieber dekoratives Ornamentglas in die Haustür einbauen lassen, das zusätzlich Sichtschutz bietet. Praktischerweise liegt die strukturierte Seite des Glases hier zumeist innen im Scheibenzwischenraum, sodass die Pflege des Ornamentglases ebenso einfach ist wie bei klassischem Klarglas.

4. Türform

Bei der Wahl der Türform sind gleich zwei Entscheidungen zu treffen. Zum einen muss die Öffnungsrichtung gewählt werden: DIN rechts oder DIN links. Diese entscheidet, auf welcher Seite sich die Bänder der Haustür befinden. Außerdem ist zu bestimmen, ob es sich um eine Haustür mit Oberlicht oder eine Tür mit Seitenteil handeln soll. Erstere Wahl ist sinnvoll, wenn sich im Eingangsbereich ansonsten kein Fenster befindet. Je nach Türmodell und Größe ergeben sich zahlreiche verschiedene Kombinationen.

5. Größe

Neben der Türform spielen die Maße der Wunschtür eine wichtige Rolle. Dabei bezieht sich die Angabe stets auf die Gesamtbreite und -höhe, einschließlich der Oberlichter und Seitenteile. Die technischen Maße hängen also letztlich vom gewählten Modell ab. Gegebenenfalls sind individuelle Größen möglich.

6. Farbe

Die Haustür sollte zum Gesamtbild des Gebäudes passen. Deshalb ist neben der Form auch die passende Farbe eine wichtige Entscheidung. Der farblichen Gestaltung der Haustür sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Die Palette reicht zumeist von Standardfarben über Feinstruktur-Farben bis zu edlen Dekor-Oberflächen.

  • Innenfarbe: In der Regel lässt sich die Innen- und Außenfarbe unabhängig voneinander festlegen. Dies ist ein großer Vorteil. So kann eine Haustür in der Farbe Anthrazit an der Außenseite durchaus elegant wirken, im Innenbereich aber schnell erdrückend. Für die Innenseite ist ein freundliches Weiß womöglich die bessere Wahl. Je nach gewähltem Material steht meist eine große Palette an Farben zur Verfügung.
  • Außenfarbe: Dies gilt auch für die Außenseite der Haustür. Neben matten und glänzenden Farbvarianten sind meist auch Feinstruktur-Farben sowie Holz- und Stein-Dekore wählbar.

7. Sicherheitstechnik

Wie eingangs erwähnt, spielt das Thema Sicherheit bei Haustüren eine entscheidende Rolle, um ein sicheres Wohnen zu ermöglichen. Mithilfe des Online-Konfigurators lässt sich festlegen, welche Sicherheitsausstattung tatsächlich benötigt wird. Dazu zählen unter anderem:

  • Anzahl der Beschläge
  • Hinterbandsicherung
  • Elektroöffner
  • Verriegelungsart
  • Sicherheitsverglasung
  • Zutrittskontrollsysteme

Abhängig ist dies immer vom gewählten Material und dem Türmodell.

8. Ausstattung und Zubehör

Je nach individuellen Ansprüchen können Haustüren mit weiterer Ausstattung versehen werden. Diese sorgt zum einen für ein personalisiertes Erscheinungsbild und bietet zum anderen eine hohe Funktionalität. Mögliche Zusatzausstattungen sind:

  • Türspion
  • Wetterschenkel (Trittschutz, besserer Abfluss von Wasser und Schmutz)
  • Obentürschließer
  • LED-Beleuchtung im Türflügel
  • Rahmenverbreiterung

Daneben gibt es eine Reihe von Pflegeprodukten, die die Funktionalität der Haustür und die Optik lange erhalten. Dabei handelt es sich um spezielle Reiniger für Edelstahl und Aluminium, Dichtungspflegemittel, Beschlägespray und vieles mehr.

Ob die gewählten Konfigurationen möglich sind, prüft der Online-Konfigurator im Anschluss. Gegebenenfalls sind einzelne Details noch einmal zu ändern. Neben der Zusammenfassung aller konfigurierten Elemente zeigt das Programm zum Schluss auch die voraussichtliche Lieferzeit an. Ein praktischer Service für Wohnungs- und Hausbesitzer, die ihre Haustür individuell gestalten möchten.

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