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Mit VPN anonym surfen

Man muss nicht immer mit der hauseigenen Internetverbindung in das World Wide Web, sondern kann sich auch für das „sichere Surfen“ mit einer Fremdverbindung entscheiden. Somit kann die eigene Identität verborgen werden. Das heißt, wer etwa mit einem VPN Anbieter surft, der muss keine Bedenken zwecks einer Rückverfolgung haben.

Was versteht man unter VPN?

Immer wieder stößt man im Internet auf Begriffe, die in Verbindung mit einem anonymen Surfvergnügen gebracht werden. Da geht es um „sichere Browser“, „Proxy Server“ sowie der Verschleierung der genutzten IP-Adresse. Auch wenn die Begriffe sehr technisch klingen, so verbirgt sich dahinter eine einfache Methode: VPN.

Dabei handelt es sich um das „Virtual Private Network“ – ein virtuelles privates Netzwerk. Ein relativ verwirrend klingender Name, der wohl auf den ersten Blick dafür sorgen könnte, dass jede einzelne Verbindung, die aufgebaut ist, „privat“ wäre. In der Informationstechnologie versteht man unter „privat“ jedoch eine Verbindung, die man nicht beobachten kann. Das heißt, es geht um eine nichtöffentliche Verbindung. Da die klassische Internetverbindung öffentlich ist, kann somit jeder im Grunde die Verbindung einsehen.

Mit der sogenannten https-Verbindung ist es möglich, eine Verschlüsselung zu schaffen. Eine verschlüsselte Verbindung erkennt man immer an dem „s“ hinter dem „http“ in der Adresszeile des Browsers – gibt es kein „s“, so ist die Verbindung nicht verschlüsselt. Jedoch sorgt dieses „s“ nur dafür, dass es einem Außenstehenden nicht möglich wird, die Daten, die transferiert werden, abzulesen. Führt man eine Online-Überweisung durch und hat darauf geachtet, dass eine „https“-Verbindung aufgebaut worden ist, kann ein Fremder die Daten nicht auslesen. Jedoch erkennt er, wer sich hinter der Verbindung verbirgt – nämlich anhand der IP-Adresse. Während Passwörter wie Geheimcodes verschlüsselt werden, gibt es Rückschlüsse auf die Identität. Und genau das kann man mit einer VPN Verbindung verhindern.

Worauf der Nutzer achten muss

Fakt ist: Wer mit einem VPN Anbieter surft, der erhöht letztlich die Privatsphäre der persönlichen Internetnutzung – jedoch wäre es fatal zu glauben, man würde zu 100 Prozent anonym bleiben. Denn obwohl es keinen Einblick „von außen“ gibt, das heißt, niemand sieht, welche Seiten sodann im Internet aufgerufen werden, so gibt es doch eine Stelle, die sehr wohl weiß, was der Nutzer gerade im Netz so treibt – und das ist der VPN Anbieter. Schlussendlich besitzt dieser personenbezogene Daten, die im Zuge der Registrierung verlangt worden sind. Mitunter hat der Anbieter auch Logs, also die Protokolle, aus denen die persönliche IP-Adresse hervorgeht, die Verbindungsdauer oder auch die Höhe des verbrauchten Traffics.

Derartige Logs sind sinnvoll, sofern der VPN Anbieter technische Schwierigkeiten finden oder beheben muss. Jedoch ist es wichtig, dass man sich als Nutzer sicher ist, dass die Daten auch vertraulich bleiben, also nicht von Seiten des VPN Anbieters weitergegeben werden. Letztlich können VPN Anbieter durchaus Daten an Ermittlungsbehörden oder staatliche Dienste weitergeben, mitunter sogar an Dritte verkaufen, sofern es sich um „schwarze Schafe“ handelt.

Besonders kritisch sollte man sein, wenn von Seiten des VPN Anbieters keine eigene Infrastruktur betrieben wird, sondern fremde Rechenzentren wie Server gemietet werden. Denn gibt es neben dem VPN Anbieter noch einen weiteren Anbieter, so gibt es kaum eine Garantie, dass dieser genauso seriös wie der VPN Anbieter agiert.

Da es einige Anbieter gibt, mag es ratsam sein, im Vorfeld einen Vergleich durchzuführen. Hier helfen auch Erfahrungs- wie Testberichte weiter. Nur so bringt man schon zu Beginn in Erfahrung, ob es sich um einen seriösen wie empfehlenswerten Anbieter handelt.

Was für VPN spricht

Für VPN spricht die Verschlüsselung vor der Massenüberwachung und einer Ausspähung im Internet. Zudem kann man mit einer VPN Verbindung geobasierte Sperren umgehen – das sogenannte Geoblocking spielt somit im Netz absolut keine Rolle mehr. Des Weiteren erleichtert VPN die private Kommunikation.

Jedoch sollte man sich klar sein, dass VPN nicht für eine 100%ige Anonymisierung sorgt und einige Anbieter mit Logs arbeiten, die Rückschlüsse auf den Nutzer geben. Zudem sind in der Regel nur kostenpflichtige Anbieter seriös – bei kostenfreien VPN Anbietern muss man extrem vorsichtig sein.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Südwestfalen-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über regionale Themen und besondere "Landmomente". Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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