Wer gern und viel reist, muss sich in diesen Tagen auf schwierige Zeiten vorbereiten. Denn bei Ryanair wird mehr als üblich gestreikt. Was beim Bodenpersonal begann, geht nun auch zu den Piloten über – und das im Lieblingsreiseland Spanien. Urlauber sollten sich daher darauf einstellen, dass es zu Verspätungen oder gestrichenen Flügen zu beliebten spanischen Reisezielen kommen kann.

Spanien von Ryanair Streiks im September betroffen

Für den September haben sich das spanische Kabinenpersonal sowie die Piloten dazu entschlossen zu streiken. Deshalb ließ die spanische Pilotengewerkschaft SEPLA nun verlauten, dass die Piloten am 13., 15., 19., 20, 22., 27 sowie 29. September an allen 13 Flughäfen von Ryanair streiken werden. Davon sind leider auch die Flüge auf Mallorca, Madrid und Barcelona betroffen. Wer seinen Urlaub in dieser Zeit plant, sollte zum einen den aktuellen Flugstatus überprüfen und gegebenenfalls Ausweichflüge nutzen. Dabei hilft die aktuelle Übersicht zu Ryanairflügen von Flightright, die zeigt, welche konkreten Flüge betroffen sind. Der Experte für Fluggastrechte informiert außerdem darüber, in welchen Fällen Flugpassagiere bei ausgefallenen oder gestrichenen Frügen Anspruch auf eine Entschädigungsleistung haben.

Streiks fallen normalerweise in die Kategorie “außergewöhnliche Umstände”, die das Unternehmen umfassend erklärt. Hintergrund für die aktuellen Streiks ist Folgendes: Piloten und Bodenpersonal wehren sich gegen die geplante Schließung der Standorte Gran Canaria, Girona, Lanzarote und Teneriffa. Sollten diese Basen geschlossen werden, stehen 500 Beschäftigte auf der Strasse. Von diesen 500 Mitarbeitern sind es mehr als 120 Piloten, die eine Kündigung erwarten, sollte es zur geplanten Schließung der Ryanair Standorte kommen.

Quelle: Gellinger / pixabay.com

Wenn Streiks notwendig werden, um Arbeitsplätze zu erhalten

Auch wenn der Gewerkschaft diese Entscheidung schwer gefallen ist: Sie ist dringend notwendig. Francisco Gómez, ein Delegierter der Gesellschaft sagte dazu: “Diese Entscheidung ist getroffen worden, um unsere Kollegen, ihre Jobs und die Stützpunkte zu verteidigen, auch wenn sie schwer war.” Die Gewerkschaft wollen bis zur letzten Minute die Standorte verteidigen und sofern Streiks nicht zwingend seien, würden sie diese vermeiden. Doch um den Verantwortlichen die Rote Karte zu zeigen, setzen nur Streiks der Beschäftigten die richtigen Signale.

Die Insel Mallorca im Zentrum des Ryanair Streiks

Im gleichen Atemzug verpflichtete sich die Gewerkschaft SEPLA alle fest vereinbarten Mindestleistungen einzuhalten. Spanien führt eine Reihe von Ryanair Streiks fort, nachdem es in den letzten Wochen bereits zu Streiks in Großbritannien und Portugal kam. Dort mussten jedoch nur wenige Flüge storniert werden. Da es sich hier jedoch um parallel organisierte Streiks von Bodenpersonal und Piloten handelt, müssen Reisende an den genannten Tagen im September auf chaotische Zustände vorbereitet sein. Von diesen Streiks sind vor allem die zahlreichen Flüge von und nach Mallorca betroffen. Denn viele Urlauber zieht es im September auf die Balearen-Insel.

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Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de für unsere Leser erreichbar.

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