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Lippstadt – Starke Frauen erobern die Kinoleinwand: Kinoaktion zum Internationalen Frauentag

Lippstadt – Auch in diesem Jahr bieten die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Soest und die Filmtheater-Betriebe Nieuwdorp in Lippstadt wieder die Kinoaktion zum Internationalen Frauentag an. Am Freitag, 10. März 2016, haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Filme „Suffragette – Taten statt Worte“ und „Lou Andreas-Salomé“ im Cinema+Studio-Center in der Rathauspassage in Lippstadt anzuschauen.

Vorstellungsbeginn für „Suffragette – Taten statt Worte“ ist jeweils 17 und 20 Uhr. Um 17.30 und 20.30 Uhr startet die Filmbiografie über „Lou Andreas-Salomé“. Der Eintrittspreis für beide Vorstellungen beträgt jeweils 5,50 Euro. Karten sind ab Donnerstag, 2. März, über den Vorverkaufim Cinema+Studio-Center oder im Cineplex erhältlich. Erfahrungsgemäß sind die Abendvorstellungen immer besonders gut besucht, es ist daher ratsam, schon nachmittags die Vorstellungen zu besuchen oder Karten im Vorverkauf zu erwerben.

Foto: Dieter Tuschen

Die Filme

Die ausgewählten Filme schildern beide das beeindruckende Leben mutiger Frauen, die die bürgerlichen Verhältnisse auf den Kopf stellen und im Kampf um Freiheit, Unabhängigkeit, Würde und Selbstbestimmung die Frauenbewegung geschichtsverändernd mitprägen.

In „Sufragette – Taten statt Worte“ kämpfen Maud Watts (Carey Mulligan),Emmeline Pankhurst (Meryl Streep), Edith Ellyn (Helena Bonham Carter) und Emily Davison (Natalie Press) gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen für das Frauenwahlrecht und die allgemeine Gleichstellung der Frau. Die Frauen engagieren sich in der „Women’s Social and Political Union“, einer bürgerlichen Frauenbewegung, die sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam macht. Die sogenannten „Suffragetten“, vorwiegend Frauen aus der Arbeiterschicht, sind durch ihr Engagement teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren – ihre Jobs, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. „Suffragette – Taten statt Worte“ erzählt die spannende und inspirierende Geschichte ihres Kampfs um Würde und Selbstbestimmung.

In „Lou Andreas-Salomé“ begreift die junge Lou früh, dass sie als Ehefrau und Geliebte in der von Männern bestimmten Welt keine Chance hat, als Ebenbürtige zu bestehen. Der körperlichen Liebe erteilt sie fortan eine entschiedene Absage. Gegen den Willen ihrer Mutter beschäftigt sie sich mit Philosophie, schreibt Gedichte und bewegt sich in intellektuellen Kreisen. Der von der deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnete Film, beschreibt die bewegte Lebensgeschichte der bekannten Philosophin, Schriftstellerin und Psychoanalytikerin. Er begleitet den Weg der wissenshungrigen Studentin und gibt Einblicke in ihre Begegnung mit den unterschiedlichsten Männern: Sowohl die Philosophen Paul Rée und Friedrich Nietzsche sind fasziniert von der intelligenten Frau, aber erst der damals noch unbekannte Autor Rainer Maria Rilke erobert ihr Herz. Im Jahr 1933, als der Nationalsozialismus in Deutschland im Aufschwung ist, lässt Lou Andreas-Salomé in Göttingen ihr bewegtes Leben Revue passieren: Ihren Kampf um die Freiheit, ihre Errungenschaften in Philosophie, Literatur und Psychoanalyse und die späte Entdeckung der Liebe…

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.

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