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Ein fittes Gedächtnis ist keine Frage des Alters

KKH: Gehirnjogging idealer Zeitvertreib auf Reisen

Hagen – Haben Sie auch schon mal die Pin-Nummer Ihrer EC-Karte vergessen, das Passwort des PCs am Arbeitsplatz oder auch den Namen eines Nachbarn? Und haben Sie sich dann gefragt, ob Ihr Erinnerungsvermögen früher nicht besser war als heute? „Keine Sorge, nicht die Fähigkeit zu lernen und zu behalten hat nachgelassen“, sagt Thomas Seidel vom KKH-Serviceteam in Hagen. „Ihrem Gehirn fehlt lediglich Training.“ Eine zentrale Ursache dafür sind Handys, Tablets & Co.: Ob Namen, Rufnummern oder Zahlen – die elektronischen Erinnerungshelfer liefern uns im Nu ohne jede geistige Anstrengung alle Informationen, die wir benötigen. Kein Wunder, dass unser Gehirn in Sachen Merkfähigkeit herunterschaltet.

Wer möchte, dass sein Gehirn besser funktioniert und aufnahmefähiger ist, sollte es trainieren. Was vor allem ältere Menschen freuen dürfte: Zum Lernen ist es nie zu spät. So fand der Hirnforscher Arne May vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf heraus, dass auch das Gehirn im Alter noch wachsen kann. Allerdings ist es für Ältere, die beispielsweise aus dem Berufsleben ausscheiden und daher weniger Anforderungen erfüllen müssen, besonders wichtig, aktiv die geistige Fitness zu fördern.

Für ein effektives Gehirnjogging ist es ratsam, sich zehn bis fünfzehn Minuten am Tag auf eine Sache zu konzentrieren. „Das kann Sudoku sein, Musizieren, das Auswendiglernen von Gedichtzeilen oder auch das Surfen im Internet“, nennt Thomas Seidel Beispiele. „Entscheidend ist, dass man die Konzentration regelmäßig trainiert, und das klappt nur, wenn es Freude bereitet.“

Foto: KKH Kaufmännische Krankenkasse
Foto: KKH Kaufmännische Krankenkasse

Die Reisezeit steht bevor und damit oftmals lange Hin- und Rückfahrten im Auto, Zug oder Flugzeug. Nutzen Sie mit Familie, Freunden oder Bekannten die Zeit, um die ‚kleinen grauen Zellen‘ auf Trab zu bringen. Hier ein paar Gedächtnisübungen, mit denen Wortfindung, Merkfähigkeit und Konzentration trainiert werden können:

  • Auch wenn die Koffer längst gepackt sind ‒ das bekannte Kinderspiel „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“ ist gut für das Oberstübchen.
  • Wählen Sie ein Wort und bilden Sie aus den Buchstaben möglichst viele neue Worte. Beispiel ‚Urlaubszeit‘. Da steckt mehr drin als die Worte Urlaub und Zeit, wetten?
  • Auch das ABC ist ideal für Denksportaufgaben. Suchen Sie für jeden Buchstaben Städtenamen, Obstsorten oder auch Sänger und Musikgruppen.
  • Bauen Sie mit ihren Mitreisenden reihum einen langen Satz, der von jedem um jeweils ein Wort ergänzt wird. Mal schauen, wer am längsten fehlerfrei durchhält.
  • Hören Sie gemeinsam Musik und testen Sie, wer welche Musikinstrumente heraushört.

Und sollte es während des Urlaubs mal regnen, lesen Sie gemeinsam Zeitung. Jeder schreibt im Anschluss die wichtigsten Themen auf, an die er sich erinnert. Wer gern Spiele spielt, sollte überlegen, ob er Mitglied in einem Schach- oder Bridge-Club wird. Das garantiert Denksport pur gemeinsam mit anderen.

Noch ein Tipp: Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig, um das Gehirn fit zu halten. Beispiel Frühstück: Durch Atmung und Herzschlag leert sich während des Schlafens unser Kohlenhydrat-Speicher. Der sollte am Morgen durch ein nährstoffreiches Frühstück aufgefüllt werden. Nur dann sind wir körperlich und vor allem auch geistig wieder voll leistungsfähig. Daher sollte niemand auf diese wichtige Mahlzeit verzichten, vor allem Schulkinder nicht.

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