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Infoabend: Durchblutungsstörungen der Beine

Arnsberg – Schmerzende Beine werden zu meist nicht ernst genommen – das sollten sie aber, denn oft sind sie eine Folge verengter oder verstopfter Gefäße. Dabei gilt: Je eher Betroffene einen Arzt aufsuchen, desto besser. Denn beim Fortschreiten der Erkrankung können die Folgen schwerwiegend sein.

Risiko Schaufensterkrankheit

So können durch Verengungen der Beinarterien, der sogenannten Schaufensterkrankheit, Durchblutungsstörungen entstehen, die im schlimmsten Fall zum Absterben des Gewebes und somit zu Amputationen führen. Auch das Risiko eines Herzinfarktes und Schlaganfalles ist bei Betroffenen erhöht. Die Schaufensterkrankheit ist leider keine Seltenheit. Schätzungsweise 20% der über 65-Jährigen sind betroffen.

Risiko Becken-/Beinvenenthrombose

Lautlose Gefahren gehen auch von Gefäßverschlüssen in den tiefen Bein- und Beckenvenen aus. Die Ursachen sind vielfältig und reichen bis hin zu angeborenen Engstellen in den Beckenvenen, die auch bei jüngeren Patienten den Blutfluss verzögern, wodurch sich Gerinsel (Thromben) in den Beckenvenen ausbilden und letztlich in das Krankheitsbild der tiefen Becken-/Beinvenenthrombose mit Beinschwellungen, Schmerzen beim Laufen mit Spannungsgefühl bis hin zu sogenannten offenen Beinen münden können. Besondere Gefahr: Löst sich ein Teil des Gerinsels ab, kann es mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge verschleppt werden und so eine lebensbedrohliche Lungenembolie, die nach Herzinfarkt und Schlaganfall dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung, auslösen.

Wann zum Arzt?

Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt der Klinik für Angiologie im Klinikum Arnsberg, rät: „Um Gefäßerkrankungen rechtzeitig zu erkennen ist es wichtig Beschwerden ernst zu nehmen! Bei folgenden Symptomen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden: Schmerzen in den Beinen beim Laufen und/oder sogar in Ruhe. Unklare Hautinfektionen im Fußbereich. Oberflächliche oder tiefere Hautgeschwüre insbesondere bei Diabetikern. Schwarze Hautveränderungen (Nekrosen). Venengeschwüre, wiederholte Venenentzündungen, unklare einseitige insbesondere linksseitige Beinschwellungen.“

Infos aus erster Hand

Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt Klinik für Angiologie (Foto: Klinikum Arnsberg)
Dr. Michael Lichtenberg, Chefarzt Klinik für Angiologie (Foto: Klinikum Arnsberg)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zeit für Gesundheit“ lädt das Klinikum Arnsberg am Dienstag, 21. April 2015, 18:00 Uhr, alle Interessierten zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung in das Karolinen-Hospital ein. Spezialisten aus dem Kardio-Vaskulären-Zentrum informieren über Erkrankungen der Schlagadern und Venen, geben Tipps zur Vorbeugung und berichten über medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten sowie moderne hochtechnische Verfahren, mit denen verengte Gefäße wieder durchgängig gemacht werden können. Die Referenten stehen im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos. Ergänzend wird für interessierte Ärzte mit den Herdringer Gefäßtagen am 24. und 25. April eine mit 21 Fortbildungspunkten zertifizierte Fachfortbildung angeboten.

Termin: Dienstag, 21. April 2015, 18:00 bis ca. 20:00 Uhr
Ort: Karolinen-Hospital, Stolte Ley 5, 59759 Arnsberg-Hüsten, Tagungsraum, 1. UG

Textautor: Klinikum Arnsberg

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