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Infoabend Harnsteine am 11.10 im Klinikum Arnsberg

Arnsberg – In den letzten Jahren hat die Häufigkeit der Harnsteinerkrankung in den westlich geprägten Industrienationen deutlich zugenommen. Auch immer mehr Deutsche leiden an Harnsteinen: Die Zahl der Neuerkrankungen hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdreifacht. Heute ist fast jeder 20. Bundesbürger einmal oder mehrfach im Leben betroffen. Etwa 1,2 Millionen Patienten müssen jährlich wegen dieser Erkrankung behandelt werden.

Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen. So spricht man je nach Lokalisation des Steinleidens von Nierensteinen, Harnleitersteinen und Blasensteinen. Während Blasensteine meist aufgrund von Blasenentleerungsstörungen entstehen, treten Nieren- und Harnleitersteine durch nicht optimale Ernährungsgewohnheiten, Veranlagung oder Stoffwechselstörungen auf.

Prof. Dr. med Aristotelis Anastasiadis. Quelle: Richard Bornkeßel
Prof. Dr. med Aristotelis Anastasiadis. Quelle: Richard Bornkeßel

Eine Ursache der ansteigenden Häufigkeit der Harnsteinerkrankung in den sogenannten west-lichen Industrieländern wird in der zunehmenden Übergewichtigkeit der Bevölkerung gesehen, die in den letzten Jahren auch zu einer Zunahme der Blutzuckerkrankheit, des Bluthochdrucks und zu Fettstoffwechselstörungen (metabolisches Syndrom) geführt hat.

Nierensteine selbst führen zunächst zu keinen typischen Beschwerden, selbst große Steine (Ausgusssteine) werden von den Patienten meist nicht bemerkt. Gelangt dagegen ein Stein oder ein Fragment aus dem Nierenbeckenkelchsystem in den deutlich schmaleren Harnleiter, führt dieser in der Regel zu einer Harnabflussstörung und zu einem Harnstau. Diese ist sehr schmerzhaft und führt zu den typischen Nierenkoliken. Beim Urologen wird dann, nach der Schmerzbehandlung, mittels Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen die Größe und Lokalisation des Steines festgestellt. Abhängig hiervon kann dann über die Behandlungsoptionen beraten werden. Diese reichen vom Abwarten eines spontanen Steinabganges bis zu operativen Maßnahmen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zeit für Gesundheit“ lädt die Klinikum Arnsberg GmbH am Dienstag, 11. Oktober 2016, 18:00 Uhr, alle Interessierten zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung zum Thema „Volkserkrankung Harnsteine – Symptome, Diagnostik und Therapie“ ein. Prof. Dr. med Aristotelis Anastasiadis, Chefarzt der Klinik für Urologie am Klinikum Arnsberg, informiert in seinem Vortrag über die Symptome sowie die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei Harnsteinen.

Im Anschluss steht Prof. Anastasiadis für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Text: Richard Bornkeßel

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou veröffentlichte diesen Artikel auf Südwestfalen Nachrichten. Sie ist in der Lüdenscheider Redaktion unter 02351-9749710 und per Mail unter [email protected] erreichbar.

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